- Sema zum Lowering-Pass umgebaut: typisiertes HIR (Slots, explizite Konvertierungsknoten) als Codegen-Eingabe; BYREF verlangt exakten Typ - Bytecode-Feindesign umgesetzt: monomorpher Opcode-Satz, .tbc-Container (Formatversion 1) mit eigenem Writer/Reader - Codegenerator HIR -> Bytecode (Fixup-Listen, keine globalen Passes) - TBVM-Interpreter: Kontrollfluss, GOSUB-Stack je Frame, BYREF/BYVAL, STATIC, DEF FN, DATA/READ/RESTORE, ON [LOCAL] ERROR/RESUME/ERR/ERL, Breakpoints/Einzelschritt/Inspektion, STOP fortsetzbar - Runtime-Scheibe: Host-Trait (Konsole/Capture), Builtin-Tabelle, Konvertierungsmatrix, PRINT-Formatierung/Druckzonen, Stringfunktionen - tbc run/build/check mit Exit-Codes nach Entscheidung D6 - Korpus-Harness (byte-genauer Vergleich) + 3 neue Korpusdateien (konvertierung, fehlerbehandlung, byref); 137 Tests gruen - Benchmarks: Einzelmodul 1,2 ms / Projekt 49.760 Zeilen 124 ms (Budgets eingehalten), VM ~5 Mio Schleifeniterationen/s - Doku fortgeschrieben (tbvm-design, sprachreferenz, PLAN); verlagerte Punkte als explizite Aufgaben in Phase 3 - OpenSpec-Change phase-2-bytecode-vm (27/27 Tasks) Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
3.0 KiB
Purpose
Die Konsolen-Basisbibliothek ist die in Phase 2 vorgezogene Scheibe der
Laufzeitbibliothek: die Builtin-Aufrufschnittstelle der VM, ein
Host-Abstraktion für Konsolen-E/A sowie PRINT-Formatierung und die vom
Testkorpus benötigten Stringfunktionen.
ADDED Requirements
Requirement: Builtin-Aufrufschnittstelle
Die VM SHALL Bibliotheksfunktionen und -anweisungen über eine indizierte Dispatch-Tabelle aufrufen (Argumente auf dem Operandenstack, Index im Opcode); die Tabelle lebt in der Laufzeitbibliothek und ist ohne Änderung am Opcode-Satz erweiterbar (Phase 3 füllt sie auf).
Scenario: Builtin über Tabelle
- WHEN
PRINT LEN("abc")ausgeführt wird - THEN wird
LENüber seinen Tabellenindex aufgerufen und liefert 3
Requirement: Host-Abstraktion für Konsolen-E/A
Alle Konsolenwirkungen der VM SHALL über eine austauschbare
Host-Schnittstelle laufen (Textausgabe, zeilenweises Lesen für INPUT,
Abbruchprüfung). Host-Aufrufe dürfen blockieren; die Abbruchprüfung
(Strg+Untbr) obliegt dem Host. tbc run verwendet einen Konsolen-Host
(stdout/stdin); Tests MUST einen Capture-Host verwenden können, der die
Ausgabe byte-genau aufzeichnet.
Scenario: Capture-Host im Test
- WHEN ein Korpusprogramm im Test-Harness läuft
- THEN entsteht die komplette Ausgabe im Capture-Host und ist byte-genau vergleichbar
Requirement: PRINT-Formatierung
PRINT SHALL Zahlen im Format des Vorbilds ausgeben: führendes
Leerzeichen für nicht-negative bzw. - für negative Werte,
nachgestelltes Leerzeichen (auch am Zeilenende); Zahlendarstellung je
Typ wie beim Vorbild (u. a. kein Dezimalpunkt bei ganzzahligen Werten,
signifikante Stellen je nach SINGLE/DOUBLE). ; schließt direkt an,
, springt zur nächsten 14-Zeichen-Druckzone (belegt ein Element die
Zone ganz, zur übernächsten); ohne abschließendes ;/, folgt ein
Zeilenumbruch.
Scenario: Zahlen mit Vorzeichenspalte
- WHEN
PRINT 1; -2; 3.5ausgeführt wird - THEN lautet die Ausgabe
1 -2 3.5mit Zeilenumbruch
Scenario: Druckzonen
- WHEN
PRINT "12345678901234", "x"ausgeführt wird - THEN beginnt
xin Spalte 29 (Zone nach der belegten übersprungen)
Requirement: Korpus-Stringfunktionen
Die Bibliothek SHALL mindestens folgende Funktionen mit der Semantik des
Vorbilds bereitstellen (Zeichen = Unicode-Codepoints, dokumentierte
UTF-8-Abweichung): LEN, LEFT$, RIGHT$, MID$ (Funktion),
INSTR, UCASE$, LCASE$, STRING$, SPACE$, CHR$, ASC,
STR$, VAL. Randfälle folgen dem Vorbild, u. a.: VAL liest das
führende Zahlenpräfix und ignoriert Leerraum; STR$ stellt
nicht-negativen Zahlen ein Leerzeichen voran; ASC("") löst Fehler 5
„Illegal function call" aus.
Scenario: Korpusdatei strings.bas
- WHEN
tests/compat/strings.basausgeführt wird - THEN entspricht die Ausgabe byte-genau
strings.out
Scenario: VAL mit Restzeichen
- WHEN
VAL(" 12.5abc")ausgewertet wird - THEN ist das Ergebnis 12.5