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TerminalBasic/openspec/changes/archive/2026-09-04-phase-3-ortszeit/proposal.md
Chili Palmer 1c8dcbdf18 OpenSpec: phase-3-ortszeit archiviert, Delta-Specs gesynct
konsolen-basisbibliothek um drei Anforderungen erweitert: Zeitfunktionen
liefern Ortszeit, Zonenermittlung mit Rueckfallebene, Programmversatz
wirkt auf die Ortszeit.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-04 07:02:09 +02:00

77 lines
3.7 KiB
Markdown

# Ortszeit statt UTC
## Why
`DATE$`, `TIME$`, `TIMER` und `NOW` liefern heute koordinierte Weltzeit.
Das ist keine Rekonstruktion des Vorbilds, sondern eine Notlösung: die
Standardbibliothek von Rust kennt keine Zeitzonen, und in
`phase-3-runtime-bildschirm` sollte die erste schwere Abhängigkeit der
Laufzeit nicht nebenbei entstehen. Die Abweichung steht in
docs/sprachreferenz.md.
Für ein BASIC zum Bauen von Terminal-Werkzeugen ist das ein echter
Mangel: Ein Programm, das eine Uhr anzeigt, ein Protokoll schreibt oder
einen Termin prüft, zeigt schlicht die falsche Zeit — je nach Zone um
Stunden daneben. Das Vorbild lief auf der Ortszeit des Rechners; jedes
übernommene Programm rechnet damit.
Der Projektinhaber hat am 2026-09-04 entschieden, dafür eine Bibliothek
in die Laufzeit aufzunehmen. Dieser Change zieht die Abweichung zurück.
## What Changes
- **Zeitfunktionen liefern Ortszeit**: `DATE$`, `TIME$`, `TIMER` und
`NOW` rechnen in der Zeitzone des Rechners statt in UTC. `TIMER` zählt
Sekunden seit der **lokalen** Mitternacht.
- **Sommerzeit wird berücksichtigt**: Der Versatz wird für den jeweiligen
Zeitpunkt bestimmt, nicht einmalig beim Programmstart — ein Programm,
das über einen Zeitumstellungspunkt hinweg läuft, folgt ihm.
- **Neue Abhängigkeit in `tb-runtime`**: eine Zeitzonenbibliothek, deren
Berührungsfläche bewusst auf eine einzige Frage beschränkt bleibt —
„welcher UTC-Versatz gilt zu diesem Zeitpunkt?". Die Kalenderrechnung
(serielle Datumswerte, `WEEKDAY`, Zerlegung) bleibt die vorhandene,
getestete Eigenimplementierung in `tb-runtime::datetime`.
- **Rückfallebene**: Lässt sich die Zeitzone des Rechners nicht
ermitteln, gilt UTC. Das Programm läuft weiter; die Rückfallebene ist
über eine Funktion der Laufzeit erkennbar und dokumentiert.
- **`DATE$ =` / `TIME$ =` bleiben ein Programmversatz** (sie stellen
nicht die Systemuhr) — sie wirken künftig auf die Ortszeit.
- **Abweichung zurückziehen**: Der Eintrag „Uhr läuft in UTC" entfällt
aus docs/sprachreferenz.md; an seine Stelle tritt die Beschreibung der
Zonenermittlung samt Rückfallebene.
- **Stufe 2 im PLAN**: Die Zeitzonenbibliothek wird in den Ideenspeicher
„Runtime-Bibliotheken als BASIC-Bibliotheken" aufgenommen — neben
crossterm —, damit BASIC-Programme später direkt auf Zonen zugreifen
können (Zonennamen, Versatz zu einem Zeitpunkt, Umrechnung zwischen
Zonen).
**Non-Goals:** Zeitzonenbehaftete Datentypen im Dialekt (das Vorbild
kennt nur lokale Wanduhrzeit); eine Sprachanbindung an die Bibliothek
(das ist der Stufe-2-Eintrag, nicht dieser Change); Änderungen an der
Zählweise serieller Datumswerte oder an `DATEVALUE`/`TIMEVALUE`, die
Wanduhrzeit lesen und daher keine Umrechnung brauchen.
## Capabilities
### Modified Capabilities
- `konsolen-basisbibliothek`: Die Datums- und Zeitfunktionen SHALL die
Ortszeit des Rechners liefern statt UTC, einschließlich Sommerzeit und
einer dokumentierten Rückfallebene.
## Impact
- `crates/tb-runtime/src/datetime.rs`: Versatzermittlung über die neue
Bibliothek; `jetzt_serial`/`jetzt_sekunden` liefern Ortszeit. Die
Kalenderrechnung bleibt unverändert.
- `crates/tb-runtime/src/builtins.rs`: `DATE$`, `TIME$`, `TIMER`, `NOW`
rechnen über die neue Funktion.
- `Cargo.toml` (Workspace) und `crates/tb-runtime/Cargo.toml`: neue
Abhängigkeit.
- `tests/compat`: Korpusprogramm für die Zeitfunktionen, das ohne
Abhängigkeit von der Zone des Testrechners prüfbar bleibt.
- `docs/sprachreferenz.md`: Abweichung „Uhr läuft in UTC" entfällt;
Zonenermittlung und Rückfallebene beschrieben.
- `docs/bibliothek.md`: Abschnitt Datum/Zeit fortgeschrieben.
- `PLAN.md`: Stufe-2-Eintrag um die Bibliothek erweitert.