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TerminalBasic/openspec/specs/kompat-testkorpus/spec.md

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kompat-testkorpus Specification

Purpose

Der Kompatibilitäts-Testkorpus hält das Sollverhalten des Dialekts als ausführbare Spezifikation fest: Referenzprogramme mit byte-genau dokumentierter Ausgabe, gegen die Frontend und (ab Phase 2) Laufzeit geprüft werden.

Requirements

Requirement: Korpusdateien mit byte-genauer Sollausgabe

Jedes Korpusprogramm tests/compat/<name>.bas SHALL eine <name>.out mit dem exakten Sollzustand des Bildschirms besitzen (UTF-8, LF-Zeilenenden). Die Sollausgabe SHALL den Zellenpuffer als Textbild abbilden, getrimmt bis zur letzten belegten Zeile und Spalte; nachgestellte Leerzeichen innerhalb einer Zeile sind signifikant — PRINT gibt Zahlen mit führendem Vorzeichen-/Leerzeichen und nachgestelltem Leerzeichen aus. Verwendet ein Programm COLOR, SHALL die Sollausgabe zusätzlich eine Attributebene gleicher Abmessung enthalten; ohne COLOR MUST sie entfallen. .gitattributes MUST die .out-Dateien vor Zeilenenden-Konvertierung schützen.

Scenario: Zahlformatierung in der Sollausgabe

  • WHEN ein Korpusprogramm PRINT 1; 2; 3 enthält
  • THEN lautet die Sollzeile 1 2 3 (mit nachgestelltem Leerzeichen)

Scenario: Getrimmter Snapshot

  • WHEN ein Korpusprogramm nur zwei Zeilen ausgibt
  • THEN umfasst die Sollausgabe genau diese zwei Zeilen und keine leeren Folgezeilen

Scenario: Attributebene nur bei COLOR

  • WHEN ein Korpusprogramm ohne COLOR läuft
  • THEN enthält seine .out keine Attributebene

Requirement: Frontend-Meilenstein über den Korpus

Ein automatischer Test SHALL alle tests/compat/*.bas durch das Sprach-Frontend führen und fehlschlagen, sobald eine Datei Diagnosen liefert. (Ab Phase 2 kommt der Laufzeitvergleich tbc run.out hinzu.)

Scenario: Korpus bleibt kompilierbar

  • WHEN die Frontend-Testsuite läuft
  • THEN parsen alle Korpusdateien diagnose-frei und der Test nennt andernfalls Datei und Diagnose

Requirement: Laufzeitvergleich über den Korpus

Ein automatischer Test SHALL jede Korpusdatei tests/compat/*.bas kompilieren, über die VM mit einem Host ohne Terminal ausführen und den resultierenden Bildschirmzustand gegen die zugehörige .out-Datei vergleichen — getrimmt, mit signifikanten Leerzeichen innerhalb der Zeilen und, sofern vorhanden, einschließlich der Attributebene. Bei Abweichung MUST der Test Datei, erste abweichende Zeile sowie Soll und Ist nennen; weicht nur die Attributebene ab, MUST er Zeile, Spalte, Soll- und Ist-Attribut nennen.

Scenario: Korpus läuft mit korrekter Ausgabe

  • WHEN die Laufzeit-Testsuite läuft
  • THEN stimmt der Bildschirmzustand jeder Korpusdatei mit ihrer .out überein

Scenario: Abweichung wird benannt

  • WHEN ein Korpusprogramm eine abweichende Ausgabe erzeugt
  • THEN schlägt der Test fehl und nennt Datei, Zeilennummer, Soll- und Ist-Zeile

Scenario: Abweichendes Farbattribut

  • WHEN ein Korpusprogramm dasselbe Textbild, aber ein abweichendes Attribut erzeugt
  • THEN schlägt der Test fehl und nennt Zeile, Spalte, Soll- und Ist-Attribut

Requirement: Korpusabdeckung der Phase-2-Semantik

Der Korpus SHALL um Referenzprogramme mit dokumentierter Sollausgabe für die Zahlenkonvertierungs-Matrix (Rundung, Ganzzahldivision, logische Operatoren, Überlauf-Randfälle über Fehlerbehandlung), die Fehlerbehandlung (ON ERROR, RESUME-Varianten, ERR/ERL) sowie Prozeduraufrufe mit BYREF-/BYVAL-Wirkung erweitert werden.

Scenario: Konvertierungsmatrix als Korpustest

  • WHEN die Laufzeit-Testsuite läuft
  • THEN existiert ein Korpusprogramm, das die Matrix-Randfälle ausgibt, und seine Ausgabe entspricht der dokumentierten Sollausgabe

Requirement: Korpusabdeckung der Phase-3-Semantik

Der Korpus SHALL um Referenzprogramme mit dokumentierter Sollausgabe für die Bildschirmsteuerung (LOCATE, COLOR, CLS, VIEW PRINT-Scrollen, CSRLIN/POS, Zurücklesen per SCREEN), die Formatierung (PRINT USING inklusive Feldüberlauf), breite Unicode-Zeichen (Doppelzellen, Umbruch am rechten Rand), Datum und Zeit sowie die Datei-E/A in allen drei Zugriffsarten erweitert werden. Dateiprogramme MUST in einem temporären Arbeitsverzeichnis laufen und dürfen keine Artefakte im Projektbaum hinterlassen.

Scenario: Bildschirmsteuerung als Korpustest

  • WHEN die Testsuite läuft
  • THEN existiert ein Korpusprogramm, das mit LOCATE und COLOR an definierten Positionen ausgibt, und sein Snapshot entspricht der Sollausgabe

Scenario: Datei-Korpustest hinterlässt nichts

  • WHEN ein Datei-E/A-Korpusprogramm gelaufen ist
  • THEN ist das Arbeitsverzeichnis wieder entfernt und der Projektbaum unverändert

Requirement: Nachweis der Größenunabhängigkeit

Die Bildschirmgröße des Test-Hosts SHALL je Korpusprogramm explizit festgelegt und in der Sollausgabe vermerkt sein; ein Vorgabewert MUST NOT stillschweigend gelten. Mindestens ein Korpusprogramm SHALL bei zwei verschiedenen Bildschirmgrößen laufen und je Größe eine eigene Sollausgabe besitzen, um nachzuweisen, dass Löschen, Umbruch, Scrollen und Cursorgrenzen der jeweiligen Größe folgen. Mindestens ein Korpusprogramm SHALL eine Größenänderung während der Ausführung durchlaufen und danach die neuen Grenzen ausnutzen.

Scenario: Gleiches Programm bei zwei Größen

  • WHEN dasselbe Bildschirm-Korpusprogramm bei 80×25 und bei 120×40 läuft
  • THEN stimmt jede Ausgabe mit der Sollausgabe ihrer Größe überein und die Sollausgaben unterscheiden sich in Umbruch- und Scrollverhalten

Scenario: Größenänderung mitten im Programm

  • WHEN der Test-Host während der Ausführung von 80×25 auf 120×40 wechselt
  • THEN bleibt der bisherige Inhalt oben links erhalten und die anschließende Ausgabe nutzt die neuen Grenzen

Requirement: Korpusabdeckung der Ereignis-Traps

Der Testkorpus SHALL die Ereignissteuerung mit Programmen abdecken, die ohne echte Wartezeit und mit reproduzierbarer Ausgabe laufen: Zeit-Trap, Tasten-Trap einschließlich der Frage, ob die Taste im Eingabestrom verbleibt, benutzerdefiniertes Ereignis, die drei Maskierungszustände je Quelle, der Hauptschalter EVENT sowie Rückkehr und Nicht-Wiedereintritt eines Handlers. Ein Korpusprogramm mit Zeitbezug SHALL seinen Zeitverlauf im Programmkopf deklarieren; ohne Deklaration MUST der Harness den Lauf abweisen statt auf die Systemuhr auszuweichen.

Scenario: Zeit-Trap im Korpus

  • WHEN ein Korpusprogramm mit deklariertem Zeitverlauf und ON TIMER ausgeführt wird
  • THEN entspricht der Bildschirminhalt byte-genau der Sollausgabe und der Lauf benötigt keine messbare Wartezeit

Scenario: Fehlende Zeitdeklaration

  • WHEN ein Korpusprogramm zeitgesteuerte Traps nutzt, aber keinen Zeitverlauf deklariert
  • THEN schlägt der Harness mit einer Meldung fehl, die die fehlende Deklaration nennt