- Neue Hauptspecs: bytecode-kompilat, vm-ausfuehrung, vm-fehlerbehandlung, konsolen-basisbibliothek - Erweitert: sprach-frontend (Typisiertes HIR als Sema-Ausgabe), kompat-testkorpus (Laufzeitvergleich, Phase-2-Korpusabdeckung) - Change nach openspec/changes/archive/2026-09-02-phase-2-bytecode-vm verschoben; openspec validate --all: 9/9 Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
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# bytecode-kompilat Specification
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## Purpose
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Das Bytecode-Kompilat ist das serialisierbare Ergebnis der Übersetzung:
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Der Codegenerator senkt das typisierte HIR in einen monomorphen
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Opcode-Satz ab, der `.tbc`-Container hält es als stabiles, dokumentiertes
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Format, und das Instant-Compile-Budget sichert den schnellen
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Edit-Run-Zyklus.
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## Requirements
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### Requirement: Monomorpher Opcode-Satz
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Der Codegenerator SHALL jedes HIR-Konstrukt in typisierte, monomorphe
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Opcodes übersetzen: Arithmetik, Vergleiche und Konvertierungen tragen den
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Operandentyp im Opcode (kein Tag-Dispatch über Werte zur Laufzeit);
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implizite Konvertierungen erscheinen als explizite Konvertierungs-Opcodes
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an den vom HIR bestimmten Stellen. Der Opcode-Satz SHALL in
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docs/tbvm-design.md vollständig dokumentiert sein.
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#### Scenario: Gemischter Ausdruck wird monomorph
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- **WHEN** `d# = i% + 1.5#` übersetzt wird (INTEGER-Variable, DOUBLE-Ziel)
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- **THEN** enthält der Bytecode einen Konvertierungs-Opcode INTEGER→DOUBLE und eine DOUBLE-Addition, keinen generischen Additions-Opcode
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#### Scenario: Namen sind zur Laufzeit aufgelöst
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- **WHEN** eine Variable oder Prozedur im Bytecode referenziert wird
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- **THEN** geschieht das über Slot- bzw. Tabellenindizes, nicht über Namens-Lookups
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### Requirement: `.tbc`-Containerformat
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Das Kompilat SHALL als `.tbc`-Datei serialisierbar und wieder ladbar sein:
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Magic `TBC\0`, Formatversion, Abschnittstabelle mit den Abschnitten
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CONSTS (deduplizierter Konstantenpool), TYPES (TYPE-Layouts), PROCS
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(modul-qualifizierte Prozedurtabelle mit Signatur, Locals-Anzahl,
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Code-Offset), CODE, DATA (`READ`/`RESTORE`-Segment) und LINES
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(Zeilentabelle). Laden und erneutes Serialisieren MUST verlustfrei sein;
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eine unbekannte Formatversion MUST mit einer klaren Fehlermeldung
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abgewiesen werden.
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#### Scenario: Roundtrip
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- **WHEN** ein kompiliertes Modul als `.tbc` geschrieben und wieder geladen wird
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- **THEN** ist das geladene Kompilat funktional identisch (gleiche Ausführung, gleiche Zeilenzuordnung)
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#### Scenario: Unbekannte Version
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- **WHEN** eine `.tbc`-Datei mit höherer Formatversion geladen wird
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- **THEN** wird das Laden mit einer Meldung abgelehnt, die die Version nennt
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### Requirement: Zeilentabelle für Fehlerortung
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Der Bytecode SHALL jede Anweisung ihrem Ursprung (Moduldatei, Zeile)
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zuordnen, sodass Laufzeitfehlermeldungen, `ERL`, Breakpoints und
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Einzelschritt die Quellzeile exakt benennen können.
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#### Scenario: Fehler nennt Zeile
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- **WHEN** in Zeile 42 eines Programms ein Laufzeitfehler ohne Handler auftritt
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- **THEN** nennt die Fehlermeldung Zeile 42
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### Requirement: Instant-Compile-Budget
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Die Übersetzung (Lexen bis Bytecode) SHALL ohne globale Analysepasses
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auskommen; Vorwärtsreferenzen werden über Fixups aufgelöst. Ein
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Benchmark MUST das Budget nachweisbar machen: ein Projekt von ~50.000
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Zeilen kompiliert in unter 1 s, ein einzelnes Modul in unter 50 ms
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(Release-Build, Referenzrechner); die Messwerte werden in
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docs/tbvm-design.md festgehalten.
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#### Scenario: Budget wird gemessen
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- **WHEN** die Benchmarks in `benches/` laufen
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- **THEN** wird die Kompilierzeit für das ~50k-Zeilen-Projekt und für ein Einzelmodul ausgewiesen und gegen das Budget verglichen
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