Files
TerminalBasic/openspec/changes/archive/2026-09-05-isam-transaktionen-und-dateinummern/design.md

34 lines
4.2 KiB
Markdown

## Context
oeffnen ruft direkt Database::begin_write auf, während schreiben/lesen laufende Transaktionen wiederverwenden. Undo enthält nur Eingefuegt/Vorher für Sätze. FREEFILE fragt ausschließlich Dateien ab. Siehe proposal.md und die Delta-Specs.
## Goals / Non-Goals
**Goals:** Die bestehende redb-Schicht und die vorhandenen Bindungen behalten; Transaktions- und Nummernlogik an ihren gemeinsamen Einstiegspunkten berichtigen.
**Non-Goals:** Kein neues Speichersystem, keine verteilte Atomarität über mehrere Datenbankdateien, keine Performance-Umschreibung der Indizes.
## Decisions
### D1 — Gemeinsame Transaktion verwenden
OPEN und Layoutprüfung benutzen bei aktiver Transaktion deren vorhandenen Schreibkontext; außerhalb bleiben sie einzelne Transaktionen. Das vermeidet die Selbstblockade. OPEN und DELETETABLE verwenden kanonische absolute Pfade als Schlüssel für Datenbanken, Transaktionen und Bindungen; bei neuen Dateien wird zunächst der vorhandene Elternpfad kanonisiert. Nach erfolgreicher Dateianlage wird der vollständige Pfad erneut kanonisiert und als endgültige Identität an alle Aufrufer zurückgegeben, damit neu auflösbare Symlinks keinen zweiten Cache-Schlüssel erzeugen. CHDIR ändert damit weder bestehende Bindungen noch die Bedeutung der Cache-Schlüssel. Eine zweite Verbindung oder ein impliziter Commit würde Isolation und ROLLBACK brechen. CLOSE ohne Nummer und RESET lösen wie CLOSE #n nur Bindungen; die Freigabe der Datenbankdateien bleibt vom Transaktionsende getrennt.
### D2 — Sicherungspunkte umfassen Struktur und Inhalt
Das vorhandene Undo-Protokoll um die tatsächlich unterstützten Index-/Tabellenstrukturänderungen und deren Metadaten erweitern; in umgekehrter Operationsreihenfolge zurücknehmen. Layoutinformationen für Rücknahme auch nach CLOSE behalten. ROLLBACK ALL bleibt der Abbruch der redb-Transaktion. Keine Kopie der gesamten Datenbank je Savepoint. Struktur-Undo speichert alte Metadaten sowie beim Löschen die betroffenen rohen Satz-/Indexeinträge; diese Nutzdaten zählen zum SETMEM-Puffer und werden vor der Mutation gegen die Grenze geprüft. Satz-Undo trägt sein Layout selbst. Nach Rücknahme werden ungültige aktive Indizes gelöscht und Bindungen an verschwundene Tabellen oder zurückgenommene Layouts gelöst; gültige Bindungen behalten einen unpositionierten Cursor. Erfolgreiches DELETETABLE löst alle Bindungen dieser Tabelle; die Rücknahme stellt den Bestand, aber keine geschlossenen Bindungen wieder her. DELETE prüft die alten Satzbytes vor der Mutation gegen den verfügbaren Puffer, auch außerhalb einer expliziten Transaktion.
### D3 — Dateinummern gemeinsam prüfen
FREEFILE fragt beide bestehenden Belegungsprüfungen ab. Kein dritter Nummernspeicher, der von den Bindungen abweichen kann. Beide OPEN-Einstiege prüfen auch die andere Verwaltung und weisen Doppelbelegung mit Fehler 55 zurück. Ist keine als INTEGER darstellbare freie Nummer übrig, meldet FREEFILE Fehler 67.
## Risks / Trade-offs
- Versehentlicher Commit durch OPEN → nach Öffnen/Schließen weiterer Bindungen ROLLBACK ALL und erneutes Öffnen zur Persistenzprüfung.
- Fehlendes Undo für Strukturänderungen → CREATEINDEX, DELETEINDEX, DELETETABLE und Tabellenneuanlage vor/nach mehreren Savepoints prüfen.
- Hängender Regressionstest → Der CLI-Unterprozess hat fünf Sekunden Frist. Jeder Runtime-Datenbanktest und jede Korpusausführung werden zusätzlich über einen unabhängigen Watchdog nach 30 Sekunden mit Prozessstatus 124 beendet. Der ganze Testprozess darf beim Timeout scheitern, damit blockierende Bibliotheksaufrufe keine unendlichen Testläufe hinterlassen. Ein absichtlich blockierter Kind-Test beweist den Abbruch; der Elternprozess hat eine separate Kill-Frist.
## Migration Plan
Eigenständig. Gemeinsame Änderungen in builtins.rs mit laufzeit-eingabe-und-systemstatus sequenziell integrieren. Bestehende Spec-/Codeverträge erst nach erfolgreicher Umsetzung synchronisieren und archivieren. Die Tasks werden nach ihrer jeweiligen Abnahme abgeschlossen; Spec-Synchronisation und Archivierung folgen getrennt. Änderungen als zusammenhängenden Commit je Change integrieren; bei Fehlschlag auf den vorherigen Code zurückgehen und neue Datenformatversionen nicht mit alten Lesern öffnen.