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TerminalBasic/docs/sprachreferenz.md
Chili Palmer 9b58e0ec43 ISAM-Datenbankunterstuetzung
Setzt den OpenSpec-Change phase-3-isam um (49/49 Aufgaben) und schliesst
damit Phase 3 ab. Alle 22 ISAM-Elemente des Inventars sind implementiert;
der Abdeckungsstand steigt auf 217 implementiert / 15 offen / 53
Non-Feature.

Frontend
- ISAM-Anweisungen als eigener Zweig im Parser: NAME [#]n [, arg ...],
  Sonderform ROLLBACK ALL ueber eine Sentinel-Kennung
- 22 Signaturen in builtin_stmt/builtin_fn, neue Argumentart R
  (Satzvariable eines benutzerdefinierten Typs)
- Satzargumente von INSERT/RETRIEVE/UPDATE werden gegen den Typ der
  Dateinummer geprueft, sofern beide literal bekannt sind
- Die Unsupported-Absenkung von OPEN ... FOR ISAM entfaellt

Speicherschicht (tb-runtime::isam, einziger Ort mit redb)
- Je Tabelle eine Satztabelle satz-id -> Satzbytes, je Index eine Tabelle
  Schluesselbytes -> satz-id. Satz-IDs sind monoton und werden nie
  wiederverwendet: der Cursor merkt sich eine ID, eine neu vergebene
  koennte still auf einen fremden Satz zeigen
- Satzbytes entstehen mit fileio::wert_schreiben/wert_lesen, also mit den
  Recordpuffern und der UTF-32-Festtextkodierung aus datei-eio
- Ordnungserhaltende Schluesselkodierung je Spaltentyp; Text als UTF-8,
  dessen Bytereihenfolge die Codepoint-Reihenfolge ist und damit dieselbe
  Ordnung wie CmpStr der VM. Ein Eigenschaftstest ueber 5000 zufaellige
  Wertepaare je Typ haelt fest, dass der Bytevergleich dem fachlichen
  Vergleich entspricht -- eine Ordnungsverletzung faellt sonst erst bei
  bestimmten Datenwerten auf
- Cursor als Wert (aktiver Index, letzte Satz-ID, unpositioniert), nicht
  als gehaltener Iterator: er ueberlebt Satzaenderungen und
  Transaktionsgrenzen
- Sicherungspunkte ueber ein eigenes Ruecknahmeprotokoll; ROLLBACK ALL
  bricht die Bibliothekstransaktion direkt ab

Semantik durchweg aus der Original-Hilfe
- Die Argumentformen stammen erstmals aus den Einzelseiten, nicht nur aus
  der Themenliste. Das korrigierte eine Annahme des Entwurfs: die
  Spaltenliste von CREATEINDEX ist keine Zeichenkette mit Trennzeichen,
  sondern eine Folge einzelner Stringargumente
- SEEKEQ mit unvollstaendigem Schluessel schlaegt immer fehl, SEEKGT mit
  Teilschluessel positioniert wie SEEKGE
- Nach SETINDEX ist der erste Satz der neuen Ordnung aktuell, nach DELETE
  der folgende
- Suche ueber den NULL-Index meldet 87, nicht 83; damit hat jeder Code von
  81 bis 89 einen Ausloeser
- Einzige Erweiterung: ein - vor dem Spaltennamen ordnet absteigend. Die
  Original-Hilfe kennt bei CREATEINDEX keine Sortierrichtung, die
  Anforderung verlangt sie. Kollisionsfrei, weil ein TYPE-Feldname nie mit
  - beginnen kann

CLOSE beendet keine Transaktion
- Erst schrieb es sie fest, womit das Schliessen irgendeiner Dateinummer
  die Transaktion aller anderen mit beendete und ein folgendes ROLLBACK
  ALL ins Leere lief. Ausstehende Aenderungen sind ohnehin festgeschrieben,
  weil jede Operation ausserhalb einer Transaktion fuer sich eine ist
- Ueber das Ende entscheiden allein COMMITTRANS und ROLLBACK ALL; eine
  beim Programmende offene Transaktion verfaellt, in beiden Wegen gleich

SETMEM und Fehler 89
- Ohne DOS-Speichermodell ist SETMEM die Obergrenze des ISAM-Puffers
  (Vorgabe 65536 Bytes); ohne echte Grenze waere Code 89 nie erreichbar
  und die Anweisung eine Attrappe

Tests
- 18 Einheitentests (Kodierung, Formatversion, Satz-IDs, Roundtrip ueber
  alle Feldtypen, Indexordnung, Cursor, Protokoll)
- 6 Korpusprogramme: Tabellen, Indizes, Cursor, Saetze, Transaktionen,
  Puffer und Vergleichsordnung -- je in einem temporaeren Arbeits-
  verzeichnis, der Projektbaum bleibt sauber
- Der VM-Test zu Fehler 73 prueft ISAM nicht mehr, sondern SETUEVENT;
  dafuer belegt ein neuer Test, dass OPEN ... FOR ISAM arbeitet

Dokumentation: Datenbankdateiformat in dateiformate.md, Abschnitt 10a
samt Sortierordnung und SETMEM-Abweichung in sprachreferenz.md,
ISAM-Abschnitt in bibliothek.md, Inventar auf implementiert, PLAN.md
schaerft die Leitplanke Referenzverhalten -- sie gilt auch gegenueber den
eigenen Spezifikationen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-04 11:37:55 +02:00

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Raw Blame History

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# Sprachreferenz Terminal Basic
Rekonstruierte Referenz des Dialekts (DOS-BASIC, Stand 1992: prozedurale
BASIC-Familie mit Forms-Erweiterung). Dieses Dokument ist die verbindliche
Grundlage für Frontend und Runtime. Offene Detailfragen sind ausgeräumt
(Stand 2026-09-04); wo die Original-Dokumentation schweigt, steht an Ort
und Stelle eine datierte Entscheidung mit Begründung.
**Primärquellen:** Original-Hilfedateien des Vorbilds als HTML unter
https://dos-help.soulsphere.org/ (`qck.hlp` Quick Reference, `advr.hlp`
Details, `ener.hlp` Fehlermeldungen; Vergleich PDS 7.1: `bas7qck.hlp`)
sowie das Original-README der Professional Edition. Aussagen ohne
ausgewiesene Entscheidung sind daraus belegt; die Themenlisten von
`bas7advr.hlp` und `qb45advr.hlp` bilden zusammen das
Vollständigkeits-Inventar (docs/inventar.md).
**Guiding Principle:** Die Original-Dokumentation führt. Jedes dort
dokumentierte Sprachelement wird unterstützt oder — nur nach expliziter
Non-Feature-Entscheidung des Projektinhabers — mit einer klaren
Fehlermeldung abgewiesen. **Bewusste Abweichungen und Non-Features**
stehen am Ende dieses Dokuments; nur diese Liste rechtfertigt Abweisungen.
---
## 1. Lexik
- **Zeilenorientiert.** Eine logische Zeile enthält eine oder mehrere
Anweisungen, getrennt durch `:`. **Zeilenfortsetzung:** `_` als letztes
Zeichen (mit vorangehendem Leerzeichen/Tab) setzt die Zeile fort — im
Vorbild für extern erstellten Code gedacht (der IDE-Editor fügt
fortgesetzte Zeilen beim Laden zusammen); Terminal Basic akzeptiert es
überall.
- **Zeilennummern** sind optional und wirken als Labels. Alphanumerische
**Labels** enden mit `:` am Zeilenanfang (`Fehler:`).
- **Kommentare:** `REM` (ganze Anweisung) und `'` (bis Zeilenende).
`REM`/`'` am Zeilenanfang mit `$STATIC`/`$DYNAMIC`/`$INCLUDE: 'datei'`
sind **Metabefehle**.
- **Bezeichner:** Buchstabe, dann Buchstaben/Ziffern/`.`/`_`, max. 40
Zeichen, case-insensitiv. Optionales Typ-Suffix als letztes Zeichen.
(`_` in Bezeichnern ist eine dokumentierte Neuerung des Vorbilds.)
- **Typ-Suffixe:** `%` INTEGER · `&` LONG · `!` SINGLE · `#` DOUBLE ·
`$` STRING · `@` CURRENCY. `name`, `name%`, `name$` sind
**verschiedene Variablen**.
- **Keywords** sind reserviert und case-insensitiv; die IDE normalisiert
auf Großschreibung.
- **Numerische Literale:** dezimal (`123`, `1.5`, `1.5E3`, `1D3` für DOUBLE),
hexadezimal `&HFF`, oktal `&O777`; Suffixe erzwingen den Typ (`10%`, `10&`,
`1.5!`, `1.5#`, `2.5@`). Ohne Suffix gilt: Ganzzahl im INTEGER-Bereich →
INTEGER; Hex/Oktal ohne `&`-Suffix → 16 Bit (INTEGER), mit `&` → LONG;
`E`-Exponent → SINGLE, `D`-Exponent → DOUBLE; Dezimalpunkt-Wert:
**Entscheidung (2026-09-02):** bis 7 signifikante Stellen → SINGLE,
darüber → DOUBLE. (Die Original-Hilfe nennt widersprüchlich eine
15-Stellen-Schwelle, die SINGLE-Präzision verlöre; wir legen die Schwelle
auf die SINGLE-Genauigkeit — präzisionserhaltende Auslegung.)
Ganzzahl außerhalb des LONG-Bereichs wird Gleitkommawert (kein Fehler).
- **String-Literale:** `"…"`; doppeltes `""` ergibt ein Anführungszeichen.
## 2. Typsystem
| Typ | Suffix | Repräsentation | Wertebereich |
|---|---|---|---|
| INTEGER | `%` | i16 | 32 768 … 32 767 |
| LONG | `&` | i32 | 2 147 483 648 … 2 147 483 647 |
| SINGLE | `!` | f32 | ±3.4E38 |
| DOUBLE | `#` | f64 | ±1.8E308 |
| STRING | `$` | dynamischer Unicode-String | Länge 0 … 32 767 Zeichen |
| STRING * n | — | fester String, n Zeichen | nur in `TYPE`/`DIM` |
| CURRENCY | `@` | i64, Festkomma ×10 000 | ±922 337 203 685 477.5807 |
- **Benutzerdefinierte Typen:** `TYPE name … END TYPE` mit Elementen fester
Größe (numerische Typen, `STRING * n`, verschachtelte TYPEs). Kein
dynamischer STRING in TYPE.
- **Implizite Deklaration:** Erstverwendung deklariert die Variable. Ohne
Suffix gilt der Standardtyp SINGLE, änderbar per
`DEFINT/DEFLNG/DEFSNG/DEFDBL/DEFSTR/DEFCUR az` (buchstabenbereichsweise,
wirkt pro Modul/Prozedur ab Deklaration).
- `OPTION EXPLICIT` **existiert** (Neuerung des Vorbilds gegenüber der
QB/PDS-Familie): erzwingt Deklaration aller Variablen (über COMMON,
CONST, DEF FN, DIM, FUNCTION, REDIM, SHARED, STATIC oder SUB); gilt
auch für das Direktfenster.
- **Arrays:** `DIM a(10)`, `DIM a(1 TO 10, 0 TO 5)`. Untergrenze standardmäßig
0, per `OPTION BASE 1` änderbar. `$STATIC`/`$DYNAMIC` bzw. Kontext bestimmen
statisch/dynamisch; `REDIM` (dynamisch, löscht Inhalt), `ERASE`
(reinitialisiert statisch / gibt dynamisch frei). Max. **60 Dimensionen**,
Indizes 32 767 … 32 767 (mit `TO`). `LBOUND`/`UBOUND` liefern Grenzen.
(DOS-Speichergrenzen der Arrays — 64K/128K-Regeln — übernehmen wir nicht.)
- **Konvertierung:** implizit zwischen numerischen Typen mit Rundung
(Banker's Rounding bei `CINT`/`CLNG` und Zuweisung an Ganzzahl); Überlauf
→ Fehler 6. Keine implizite Konvertierung Zahl ↔ String (Fehler 13,
Type mismatch). Die vollständige Konvertierungsmatrix (Ergebnistypen
der Operatoren, Rundungs- und Überlaufregeln, Textdarstellung) steht
in docs/tbvm-design.md und ist über `tests/compat/konvertierung.bas`
ausführbar verankert (Phase 2, 2026-09-02).
## 3. Deklarationen und Sichtbarkeit
- `DIM [SHARED] var[(dims)] [AS typ]``AS`-Klausel: INTEGER, LONG, SINGLE,
DOUBLE, STRING, STRING * n, CURRENCY, benutzerdefinierter Typ.
- `COMMON [SHARED] [/blockname/] liste` — modulübergreifend (Kette
CHAIN-kompatibel im Vorbild; ohne `CHAIN` bleibt `COMMON` die
Verknüpfung mehrerer Module eines Projekts — geklärt mit der
Projektverwaltung in Phase 5).
- `SHARED` (in Prozedur): Zugriff auf Modulebene-Variablen.
- `STATIC` (in Prozedur): Variablen behalten Werte zwischen Aufrufen;
`STATIC`-Attribut an `SUB`/`FUNCTION` macht alle lokalen Variablen statisch.
- `CONST name = ausdruck` — Konstanten (konstante Ausdrücke zur Compilezeit).
- `DECLARE SUB/FUNCTION name (parameter)` — Prototyp; die IDE erzeugt sie
automatisch beim Speichern.
## 4. Operatoren (nach Priorität, hoch → niedrig)
1. `^` (Potenz)
2. unäres `-`
3. `*`, `/` (Fließkommadivision)
4. `\` (Ganzzahldivision; Operanden werden gerundet auf INTEGER/LONG)
5. `MOD` (Ganzzahlrest, Vorzeichen wie Dividend)
6. `+`, `-` (`+` auch String-Verkettung)
7. Vergleiche `= <> < > <= >=` (Zahlen und Strings; Strings
codepoint-weise — Abweichung, s. u.)
8. `NOT`
9. `AND`
10. `OR`
11. `XOR`
12. `EQV`
13. `IMP`
Logische Operatoren sind **bitweise** auf Ganzzahlen; Vergleichsergebnis ist
INTEGER 1 (wahr) / 0 (falsch).
## 5. Kontrollfluss
- `IF b THEN … [ELSE …]` (einzeilig) und Block-`IF … THEN / ELSEIF / ELSE /
END IF`
- `SELECT CASE ausdruck` mit `CASE wert`, `CASE a TO b`, `CASE IS >= x`,
`CASE ELSE`
- `FOR i = a TO b [STEP s] … NEXT [i]` (Grenzen werden einmal ausgewertet;
Schleifenvariable numerisch)
- `DO [WHILE|UNTIL b] … LOOP [WHILE|UNTIL b]`, `WHILE … WEND`
- `EXIT FOR / EXIT DO / EXIT SUB / EXIT FUNCTION / EXIT DEF`
- `GOTO ziel`, `GOSUB ziel` / `RETURN [ziel]`
- `ON n GOTO liste`, `ON n GOSUB liste` (berechneter Sprung, 1-basiert;
0 oder > Anzahl: kein Sprung; negativ/>255: Fehler 5)
- `END` (Programmende), `STOP` (Unterbrechung → im IDE-Kontext Debugger),
`SYSTEM` (Programmende, im Vorbild „zurück zu DOS").
Runner-Verhalten (Entscheidung 2026-09-02): außerhalb der IDE beendet
`STOP` das Programm mit der Meldung `STOP in line n` und Exit-Code ≠ 0;
`END`/`SYSTEM`/Programmende liefern Exit-Code 0. `CONT` existiert nur
als Direktmodus-Befehl der IDE (Phase 5) und ist nicht kompilierbar.
- `SLEEP [sekunden]`, `DO EVENTS`/`DOEVENTS` (Ereignisse verarbeiten —
zentral für Forms)
## 6. Prozeduren
- `SUB name (p1 AS t, p2(), …) [STATIC] … END SUB`; Aufruf `CALL name(args)`
oder `name args` (ohne Klammern).
- `FUNCTION name (…) [STATIC] … name = wert … END FUNCTION`; Typ über Suffix
oder `DEF…`-Regel.
- **Parameterübergabe standardmäßig BYREF.** Klammern um ein Argument
(`CALL f((x))`) erzwingen Wertübergabe. `BYVAL` nur in `DECLARE` für
externe Routinen (entfällt bei uns; `BYVAL` allgemein zu erlauben wäre
eine Erweiterung über den Kernstandard hinaus → Stufe 2, PLAN.md).
- Arrays werden mit `name()` übergeben, TYPEs BYREF.
- Rekursion erlaubt (außer bei `STATIC`-Semantik-Konflikten).
- `DEF FNname (args) = ausdruck` und Block-`DEF FN … END DEF` (mit
`EXIT DEF`); Aufruf `FNname(…)`. Nur auf Modulebene definier- und
nutzbar, **nicht rekursiv**, Argumente by value, keine Arrays/Records/
Fixed-Strings als Argumente.
## 7. Fehlerbehandlung
- Vollständige Syntax: `ON [LOCAL] ERROR {GOTO zeile/label | RESUME NEXT |
GOTO 0}`. `LOCAL` installiert einen **prozedurlokalen** Handler;
ohne `LOCAL` gilt der Handler modulweit. `GOTO 0` deaktiviert (in einem
aktiven Handler: Fehler weiterreichen → Programmabbruch).
- Im Handler: `RESUME` (fehlerauslösende Anweisung wiederholen),
`RESUME NEXT`, `RESUME zeile/label`.
- `ERR` (Code), `ERL` (Zeilennummer, nur numerische Zeilennummern!),
`ERROR n` (Fehler auslösen). Fehlernummer 105 ist im Vorbild intern
reserviert und sollte nicht via `ERROR n` verwendet werden.
- Fehler im aktiven Handler → sofortiger Abbruch. Fehler ohne Handler →
Abbruch mit Meldung „Fehlertext in Zeile n" bzw. Debugger in der IDE.
- Fehlerkatalog: klassische Codes 176, ISAM-Codes 8089, Forms-Codes
260480 — vollständig implementiert in `tb-runtime/src/errors.rs`.
## 8. Ereignis-Traps (klassisch, ohne Forms)
Vorhanden im Vorbild: `ON COM/KEY/PEN/PLAY/STRIG/TIMER/UEVENT(…) GOSUB label`
mit Steueranweisungen `… ON/OFF/STOP`, dazu das `EVENT`-Statement (auch für
Forms-Ereignisse) und `SetUEvent`. Timer-Events und Trapping sind ausgesetzt,
solange ein Menü-Control den Fokus hat. Für Terminal Basic relevant:
`TIMER`, `KEY`, `UEVENT`; `COM/PEN/PLAY/STRIG`: Nicht-Ziel (Fehler 73).
## 9. Konsolen-E/A
- `PRINT [#n,] liste` — Trennzeichen `;` (direkt anschließend) und `,`
(nächste 14-Zeichen-Druckzone). Zahlen: führendes Leerzeichen bzw. `-`,
nachgestelltes Leerzeichen. Abschluss ohne `;`/`,` → Zeilenumbruch.
- `PRINT USING "format"; liste` — Formatzeichen (offizielle Liste):
numerisch `#` Ziffer, `.` Dezimalpunkt, `,` Tausendertrennung, `+` Vorzeichen-
position, `-` nachgestelltes Minus, `$$` führendes $, `**` Füllsterne,
`**$` kombiniert, `^^^^` Exponent; String `&` ganz, `!` erstes Zeichen,
`\ \` n Zeichen (Leerzeichen + 2); `_` Literal-Escape; alle anderen
Zeichen literal.
- **Feldüberlauf** (geklärt 2026-09-04): Passt ein Wert nicht in sein
Feld, wird er vollständig ausgegeben und die Ausgabe mit `%`
eingeleitet (`PRINT USING "##"; 12345``%12345`). Die Original-Hilfe
listet das nicht; wir übernehmen das Verhalten der QB-Familie, weil ein
stilles Abschneiden Zahlen verfälschen würde.
- Vorzeichenangaben (`+` vorn, `+`/`-` hinten) belegen eine **eigene**
Position neben den Ziffernstellen; `$$` und `**` bringen ihre Stellen
dagegen mit.
- Die Formatzeichenkette wird wiederholt, solange Werte übrig sind. Eine
Zeichenkette ohne Feld bei vorhandenen Werten löst Fehler 5 aus.
- `SetFormatCC(ländercode)` setzt das Zeichen für `$$`. Nur wenige Codes
sind belegt (1 = `$`, 33 = `F`, 39 = `L`, 44 = `£`, 49 = `DM`,
81 = `¥`); alle übrigen behalten `$` — die Tabelle des Vorbilds ist
nicht überliefert (dokumentierte Abweichung).
- `INPUT ["prompt"{;|,}] var, …` (mit `;` vor Prompt: kein „? ");
`LINE INPUT` (ganze Zeile in String).
- `INKEY$` (nicht blockierend; "" wenn leer; erweiterte Tasten:
2-Zeichen-Sequenz `CHR$(0)+code` im Vorbild — Abweichung s. u.),
`INPUT$(n [,#f])`.
- `LOCATE [zeile][,spalte][,cursor an/aus][,start,ende]`, `CSRLIN`, `POS(0)`
— arbeiten auf der tatsächlichen Bildschirmgröße (dynamisch, s. Abweichungen).
- `COLOR [vg][,hg]` (vg 031: 1631 = blinkend — bei uns als „hell"
simuliert, Entscheidung 2026-09-02; hg 07), `CLS`,
`WIDTH` (hebt den Puffer höchstens an, s. Abweichungen),
`VIEW PRINT oben TO unten` (Scrollbereich).
- `TAB(n)`, `SPC(n)` in PRINT-Listen.
- `BEEP`, `SOUND freq, dauer` (Terminal-Bell / Nicht-Ziel, s. Abweichungen),
`PLAY` (Nicht-Ziel).
- **Funktionstasten-Makros** (Umfang geklärt 2026-09-03 aus der
Original-Hilfe):
- `KEY n, text$` belegt ein Makro. `n` ist 110 für F1F10 sowie 30 und
31 für F11/F12; andere Werte lösen Fehler 5 aus. `text$` wird nach
**15 Zeichen** abgeschnitten.
- `KEY LIST` gibt alle zwölf Makros untereinander aus.
- `KEY ON` blendet die Softkey-Zeile in der untersten Bildschirmzeile ein
(Tastennummer plus die ersten sechs Zeichen des Makros), `KEY OFF`
blendet sie aus. Solange sie sichtbar ist, endet der Scrollbereich
darüber, damit die Ausgabe sie nicht überschreibt; ein danach gesetztes
`VIEW PRINT` hat Vorrang.
- `KEY(n) ON|OFF|STOP` **mit** Index ist Ereignissteuerung und kommt mit
der Forms-Engine (Phase 4).
- Abweichung: ein kompiliertes Programm startet mit **leeren** Makros;
die Vorbelegung des Vorbilds gehörte zu dessen Interpreter-Oberfläche.
## 10. Datei-E/A
- `OPEN datei$ [FOR modus] [ACCESS zugriff] [lock] AS [#]n [LEN=reclen]`
Modi: `INPUT`, `OUTPUT`, `APPEND` (sequenziell), `RANDOM` (Standard),
`BINARY`.
- `CLOSE [#n, …]`, `RESET` (alle schließen).
- Sequenziell: `PRINT #`, `PRINT # USING`, `WRITE #` (CSV-artig, Strings in
`"…"`), `INPUT #`, `LINE INPUT #`, `EOF(n)`.
- Random: `FIELD #n, breite AS var$…` (klassisch) **und** `GET/PUT #n
[,satznr] [,var]` mit TYPE-Variablen; `LSET`/`RSET` für Feldpuffer.
- Binary: `GET/PUT #n, [pos], var`, `SEEK #n, pos` / `SEEK(n)`,
`LOC(n)`, `LOF(n)`.
- Verwaltung: `NAME alt$ AS neu$`, `KILL datei$`, `FILES [muster$]`,
`CHDIR`, `MKDIR`, `RMDIR`, `FILEATTR`, `FREEFILE`.
- Pfade: plattformneutral; `/` und `\` werden akzeptiert.
## 10a. ISAM (indizierter Satzzugriff)
ISAM der Professional-Edition des Vorbilds wird unterstützt (Entscheidung
2026-09-02). Das Dateiformat beschreibt
[dateiformate.md](dateiformate.md#isam-datenbank-open--for-isam).
- `OPEN datenbank$ FOR ISAM typname tabellenname$ AS [#]n` bindet eine
Tabelle an eine Dateinummer; die Felder des benannten `TYPE` sind ihre
Spalten. Die Tabelle entsteht beim ersten Öffnen. `CLOSE` löst die
Bindung; jede Operation außerhalb einer Transaktion ist für sich schon
festgeschrieben. Eine laufende Transaktion lässt `CLOSE` unberührt —
über ihr Ende entscheiden `COMMITTRANS` und `ROLLBACK ALL`; eine beim
Programmende offene Transaktion bleibt wirkungslos.
- Indizes: `CREATEINDEX [#]n, indexname$, eindeutig%, spalte$[, spalte$]…`,
`DELETEINDEX [#]n, indexname$`, `SETINDEX [#]n[, indexname$]`,
`GETINDEX$(n)`. `SETINDEX` ohne Namen wählt den NULL-Index
(Einfügereihenfolge); `GETINDEX$` liefert dafür einen leeren String.
- Sätze: `INSERT`, `RETRIEVE`, `UPDATE` (je `[#]n, satzvariable`) und
`DELETE [#]n` auf dem aktuellen Satz.
- Cursor: `MOVEFIRST`, `MOVELAST`, `MOVENEXT`, `MOVEPREVIOUS` (je `[#]n`)
in der Ordnung des aktiven Index; `EOF(n)` und `BOF(n)` melden das
Überlaufen am Ende bzw. am Anfang.
- Suche: `SEEKEQ`, `SEEKGT`, `SEEKGE` (je `[#]n, schlüsselwert[, …]`).
Ein mehrspaltiger Index lässt sich mit einem Präfix seiner Spalten
durchsuchen; `SEEKEQ` mit unvollständigem Schlüssel schlägt dabei immer
fehl (wie im Vorbild), `SEEKGE` und `SEEKGT` positionieren auf dem ersten
passenden Satz. Über den NULL-Index lässt sich nicht suchen (Fehler 87).
- Tabellen: `DELETETABLE datenbank$, tabellenname$`.
- Transaktionen: `BEGINTRANS`, `COMMITTRANS`, `SAVEPOINT` (Funktion,
liefert die Kennung), `ROLLBACK [kennung]` und `ROLLBACK ALL`.
- `LOF(n)` liefert für eine ISAM-Dateinummer die Satzzahl der Tabelle,
`LOC(n)` die Kennung des aktuellen Satzes (0 = unpositioniert).
- Cursorlage wie im Vorbild: nach `SETINDEX` ist der erste Satz der neuen
Ordnung der aktuelle; nach `DELETE` der auf den gelöschten folgende, und
war der gelöschte der letzte, steht der Cursor am Ende der Tabelle ohne
aktuellen Satz.
- Fehlercodes 8189 (`ERR`): 81 ungültiger Name, 82 Tabelle nicht
gefunden, 83 Index nicht gefunden, 84 ungültige Spalte, 85 kein aktueller
Satz, 86 Verstoß gegen einen eindeutigen Index, 87 unzulässige Operation
auf dem NULL-Index (Suche), 88 Datenbank inkonsistent, 89 ISAM-Puffer zu
klein.
**Sortierordnung der Indizes.** Textspalten ordnen nach
**Unicode-Codepoints**; Groß- und Kleinschreibung werden **unterschieden**.
Es ist dieselbe Ordnung, die der Vergleichsoperator des Dialekts auf
Strings anwendet — ein Programm kann die Satzreihenfolge damit
vorhersagen. Praktisch heißt das: alle Großbuchstaben `A``Z` stehen vor
allen Kleinbuchstaben `a``z`, und Zeichen jenseits von ASCII (`Ä`, `ß`,
`€`) stehen nach beiden, in der Reihenfolge ihrer Codepoints. Beispiel:
`Apfel` < `Birne` < `apfel` < `birne` < `Äpfel`.
Eine sprachabhängige (locale-abhängige) Sortierung gibt es bewusst nicht:
sie machte die Reihenfolge plattformabhängig. Das Vorbild ordnete nach den
Zeichencodes einer festen Codepage; Codepoints sind die direkte
Entsprechung unter der Unicode-Entscheidung dieses Projekts.
**Absteigende Indexspalten** (Erweiterung). Die Original-Hilfe kennt bei
`CREATEINDEX` keine Sortierrichtung. Terminal Basic ordnet eine Spalte
absteigend, wenn ihrem Namen ein `-` vorangestellt ist:
```basic
CREATEINDEX #1, "NachPreis", 0, "Nachname", "-Preis"
```
Das ist kollisionsfrei, weil ein Feldname einer `TYPE`-Anweisung nie mit
`-` beginnen kann; Programme des Vorbilds bleiben unverändert gültig.
**`SETMEM` und Fehler 89** (Abweichung). Im Vorbild veränderte
`SETMEM(n&)` den DOS-Fern-Heap um `n` Bytes. Ein DOS-Speichermodell gibt
es hier nicht; stattdessen ist `SETMEM` die Obergrenze des ISAM-Puffers:
sie wird um `n` Bytes verändert (negativ verkleinert, positiv vergrößert)
und die danach verfügbare Größe geliefert. Der Vorgabewert ist **65536
Bytes**. Gegen die Grenze zählen die Satzbytes einer laufenden Operation
und das Rücknahmeprotokoll einer offenen Transaktion. Reicht der Puffer
für eine Operation nicht aus, tritt Laufzeitfehler 89 („ISAM -
Insufficient ISAM buffers") auf — nicht ein generischer Fehler und kein
stiller Abbruch.
## 11. Eingebaute Funktionen (Katalog)
**Strings:** `LEN`, `LEFT$`, `RIGHT$`, `MID$` (Funktion **und** Anweisung),
`INSTR([start,] s$, such$)`, `UCASE$`, `LCASE$`, `LTRIM$`, `RTRIM$`,
`SPACE$`, `STRING$(n, zeichen|code)`, `ASC`, `CHR$`, `STR$`, `VAL`,
`HEX$`, `OCT$`, `LSET`/`RSET` (Anweisungen).
**Mathematik:** `ABS`, `SGN`, `INT` (abrunden), `FIX` (Richtung 0), `SQR`,
`EXP`, `LOG`, `SIN`, `COS`, `TAN`, `ATN`, `RND[(n)]`, `RANDOMIZE [saat]`,
`CINT`, `CLNG`, `CSNG`, `CDBL`, `CCUR`.
**Zufallszahlen.** Der Generator ist der lineare Kongruenzgenerator des
Vorbilds auf 24 Bit:
`zustand = (zustand · &H FD43FD + &H C39EC3) MOD 2^24`, Ergebnis
`zustand / 2^24` als SINGLE im Bereich [0, 1).
`RND` und `RND(n)` mit `n > 0` liefern die nächste Zahl, `RND(0)`
wiederholt die zuletzt gelieferte, `RND(n)` mit `n < 0` setzt den Zustand
aus dem Argument. `RANDOMIZE saat` bildet aus der Saat 16 Bit, die die
Bits 823 des Zustands besetzen; das niederwertige Byte ist fest — damit
liefert dieselbe Saat stets dieselbe Folge, unabhängig von vorherigen
`RND`-Aufrufen. `RANDOMIZE` ohne Argument fragt den Startwert mit
`Random Number Seed (-32768 to 32767)?` ab.
**Datum/Zeit:** `DATE$` (Funktion und Anweisung — Setzen: Nicht-Ziel),
`TIME$`, `TIMER` (Sekunden seit Mitternacht, SINGLE); dazu die nativen
Schlüsselwörter des Vorbilds (Neuerung ggü. QB/PDS): `NOW`, `DATESERIAL`,
`DATEVALUE`, `TIMESERIAL`, `TIMEVALUE`, `DAY`, `MONTH`, `YEAR`, `WEEKDAY`,
`HOUR`, `MINUTE`, `SECOND` (serielle Datumswerte als DOUBLE) sowie
`FORMAT$` (Zahlen-, Datums-/Zeitformatierung).
**Sonstiges:** `LBOUND`, `UBOUND`, `FRE(…)` (freier Speicher — liefert bei
uns Pseudowerte), `VARPTR`/`VARSEG`/`SADD`/`PEEK`/`POKE` → Nicht-Ziel
(Fehler 73), `ENVIRON$`, `COMMAND$`, `SHELL [cmd$]`.
**DATA:** `DATA konstanten`, `READ var, …`, `RESTORE [label]`.
## 12. Forms-Anbindung (Details in forms-referenz.md)
`form.eigenschaft = wert`, `form!steuerelement.eigenschaft`,
Ereignisprozeduren `SUB name_Ereignis (…)`, `LOAD`/`UNLOAD form`,
`form.SHOW [style%]` (0 = modeless, Standard; 1 = modal), `form.HIDE`,
`DOEVENTS()`, `SCREEN`-Objekt, Datentypen `FORM`/`CONTROL`, `IF TYPEOF`,
`$FORM`-Metabefehl, Include-Dateien (Konstanten-`.BI`).
Dialoge:
- `MSGBOX msg$ [,type% [,title$]]` (Anweisung) bzw. Funktion → INTEGER.
`type%` = Buttons (0 OK · 1 OK/Cancel · 2 Abort/Retry/Ignore ·
3 Yes/No/Cancel · 4 Yes/No · 5 Retry/Cancel) + Default-Button
(0/256/512). Rückgabe 1 OK · 2 Cancel/Esc · 3 Abort · 4 Retry ·
5 Ignore · 6 Yes · 7 No. Keine Icon-Flags (Textmodus). msg$ max. 1024
Zeichen, modal.
- `INPUTBOX$(prompt$ [,title$ [,default$ [,xpos%, ypos%]]])` → STRING;
Cancel liefert `""`; Position in **Zeichen**, sonst zentriert; Dialog
fest 46×16 Zeichen; prompt$ max. 255 Zeichen.
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## Abweichungen vom Vorbild (beschlossen)
1. **UTF-8/Unicode statt CP437** (2026-09-01). Konsequenzen:
- STRING ist eine Folge von Unicode-Zeichen (Codepoints); `LEN` zählt
Zeichen, nicht Bytes. `ASC`/`CHR$` arbeiten auf Codepoints
(`CHR$(9731)` = „☃"). `ASC("")` bleibt Fehler 5.
- String-Vergleich codepoint-weise (keine CP437-Sortierung).
- Der Bildschirmpuffer speichert Unicode-Zeichen; Rahmen werden mit
Unicode-Box-Drawing gezeichnet.
- Zeichen mit Darstellungsbreite 2 (Emoji, CJK) **belegen zwei Zellen**
(Entscheidung 2026-09-02, umgesetzt): der Cursor rückt um zwei Spalten
vor, `POS` nennt die Anfangsspalte, `LOCATE` auf die zweite Hälfte
wirkt auf den Zeichenanfang. Passt ein breites Zeichen nicht mehr in
die Zeile, wandert es als Ganzes in die nächste und die letzte Spalte
bleibt leer. Wird eine Hälfte überschrieben, verschwindet die andere.
Zeichen der Breite 0 (kombinierende Zeichen) belegen vorerst eine
eigene Zelle.
- `GET`/`PUT`-Records: feste Strings (`STRING * n`) werden als **UTF-32**
gespeichert (4 Bytes/Zeichen, feste Record-Länge) — Binärdateien sind
dadurch bewusst inkompatibel zum Vorbild (Entscheidung 2026-09-02).
2. **Keine Hardware-Nähe** (bestätigt 2026-09-02): `PEEK`/`POKE`/`INP`/
`OUT`/`WAIT`/`BLOAD`/`BSAVE`/`VARPTR`/`VARSEG`/`SADD`/`CALL ABSOLUTE`/
`CALL INTERRUPT`/`IOCTL` werden bereits **zur Compile-Zeit** mit der
Meldung „Feature unavailable" abgewiesen (kein Laufzeitfehler).
Ebenso abgewiesen: die Interlanguage-Schnittstelle (`CALLS`, `SSEG`,
`SSEGADD`, `StringAddress`/`StringAssign`/`StringLength`/
`StringRelease`), die Eingabegeräte `PEN`, `STRIG`, `STICK` und die
serielle Schnittstelle (`COM`, `ON COM`, `OPEN "COMn:"`).
3. **`INKEY$` für erweiterte Tasten** liefert `CHR$(0) + code`-Sequenzen
mit den klassischen Scancodes, damit bestehender Code funktioniert
(festgelegt 2026-09-04): F1F10 = 5968, Pos1 = 71, ↑ = 72, Bild↑ = 73,
← = 75, → = 77, Ende = 79, ↓ = 80, Bild↓ = 81, Einfg = 82, Entf = 83.
Zeichentasten liefern ein Zeichen, Eingabe `CHR$(13)`, Rückschritt
`CHR$(8)`, Esc `CHR$(27)`, Tabulator `CHR$(9)`. Strg+C und Strg+Untbr
sind Abbruch und erscheinen nicht in `INKEY$`. Tasten heutiger
Tastaturen ohne Entsprechung im Vorbild (etwa F11/F12 oder Meta-
Kombinationen) liefern nichts — eine eigene Kodierung dafür wäre eine
Erweiterung und gehört in Stufe 2.
4. **Kein `CHAIN`/Overlay-Mechanismus**; `SHELL` startet die System-Shell.
5. **Grafik-Anweisungen** (`SCREEN n>0`, `PSET`, `PRESET`, `LINE`,
`CIRCLE`, `PAINT`, `DRAW`, Grafik-`GET`/`PUT`, `PALETTE`, `WINDOW`,
`VIEW`, `PMAP`, `PCOPY`, `POINT`) sind Nicht-Ziel und werden **zur
Compile-Zeit** mit „Feature unavailable" abgewiesen. Die Formen, die
sich ein Schlüsselwort mit einer unterstützten Anweisung teilen, erkennt
der Compiler an ihrer Syntax: `LINE` ohne `INPUT`, `GET`/`PUT` mit
`(`, `VIEW` ohne `PRINT`. Hinweis: das Vorbild **hatte** die
Grafikmodi 013, aber nicht gleichzeitig mit Forms (dort Fehler 272
„Invalid when forms are showing") — wir übernehmen nur den
Forms-/Textmodus-Zweig.
6. **`PLAY`/`SOUND`**: `BEEP` = Terminal-Bell; Rest Nicht-Ziel (Fehler 73).
5a. **`LPRINT` schreibt in eine Datei** (2026-09-03): einen
plattformübergreifenden Druckerkanal gibt es nicht. Der Druckerpuffer
geht am Programmende in `LPT1.TXT` im aktuellen Verzeichnis; `LPOS`
nennt die Spalte in diesem Puffer.
5b. **Satzsperren** (`LOCK`/`UNLOCK`) prüfen nur, ob die Datei offen ist;
eine echte Sperre bietet die Plattform nicht einheitlich. `FILEATTR`
liefert nur die Modus-Kennzahl (Argument 1); das
Betriebssystem-Handle bildet der Dialekt nicht ab und liefert 0.
5c. **`CHDRIVE`** ist außerhalb von Windows folgenlos — Laufwerksbuchstaben
gibt es dort nicht.
6a. **Uhr in Ortszeit, mit Rückfall auf UTC** (2026-09-04): `DATE$`,
`TIME$`, `TIMER` und `NOW` rechnen in der Zeitzone des Rechners;
`TIMER` zählt ab der **lokalen** Mitternacht. Der Versatz wird für den
jeweils abgefragten Zeitpunkt bestimmt, nicht einmal beim Start — ein
Programm, das über eine Zeitumstellung hinweg läuft, folgt ihr.
Lässt sich die Zone des Rechners nicht ermitteln, gilt UTC; das
Programm läuft weiter, und der Runner meldet es einmal beim Start auf
der Fehlerausgabe („Zeitzone nicht ermittelbar …"). `DATE$ = …` und
`TIME$ = …` stellen nicht die Systemuhr, sondern einen programmeigenen
Versatz auf die Ortszeit; alle Zeitfunktionen rechnen ihn mit ein.
6b. **Serielle Datumswerte** zählen Tage ab dem 30.12.1899 (Serie 2 =
1.1.1900), der Nachkommaanteil ist die Tageszeit. `WEEKDAY` liefert 1
für Sonntag. Zweistellige Jahre gelten in `DATESERIAL` als 19xx, in
`DATEVALUE` als 20xx unter 80 und sonst als 19xx.
7. **Dynamische Bildschirmgröße** (2026-09-02): kein festes 80×25 — der
Bildschirm folgt der Terminalgröße (Mindestgröße 80×25, darunter nur
ein Hinweis). `CSRLIN`/`POS`/`LOCATE`/`VIEW PRINT` und das
`SCREEN`-Objekt arbeiten auf der tatsächlichen Größe. `WIDTH 40/80`
wird akzeptiert, ändert aber nichts (die Größe bestimmt das Terminal).
80×25 ist überall nur die **untere Schranke der Darstellung**, nie eine
Bildschirmgröße im Verhalten des Programms. Ändert sich die Größe
**während der Ausführung**, wird das zugestellt: der Inhalt bleibt oben
links erhalten, der Cursor wird in die neuen Grenzen geklemmt, und ein
`VIEW PRINT`-Bereich wird am unteren Rand geklemmt bzw. — wenn er ganz
vom Schirm fällt — auf den vollen Bildschirm zurückgesetzt.