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TerminalBasic/docs/bibliothek.md

15 KiB
Raw Blame History

Bibliotheksreferenz

Die Laufzeitbibliothek so wie implementiert. Der Umfang wird von docs/inventar.md bestimmt; dort steht auch, was noch offen ist. Abweichungen vom Vorbild sind in docs/sprachreferenz.md unter „Abweichungen" gesammelt.

Ein automatischer Test hält das Inventar gegen den Code; diese Referenz beschreibt das Verhalten dahinter.

Bildschirm

Element Art
CLS Anweisung
COLOR Anweisung
CSRLIN Funktion
INPUT Anweisung
LINE INPUT Anweisung
LOCATE Anweisung
POS Funktion
PRINT Anweisung
SCREEN Anweisung
SCREEN Funktion
SPC Funktion
TAB Funktion
VIEW PRINT Anweisung
WIDTH Anweisung

Alle Anweisungen wirken auf den Zellenpuffer der aktuellen Bildschirmgröße — 80×25 ist nirgends eine feste Grenze. Ausgelassene Argumente von LOCATE und COLOR lassen den bisherigen Wert stehen. LOCATE außerhalb der Grenzen und SCREEN(zeile, spalte) außerhalb lösen Fehler 5 aus. Die Funktionsform SCREEN liefert ohne drittes Argument den Zeichencode, mit drittem das Farbattribut (Hintergrund·16 + Vordergrund). WIDTH hebt den Puffer höchstens an. VIEW PRINT ohne Argumente setzt den Scrollbereich auf den vollen Bildschirm zurück.

Datum/Zeit

Element Art
DATE$ Anweisung
DATE$ Funktion
DATESERIAL Funktion
DATEVALUE Funktion
DAY Funktion
HOUR Funktion
MINUTE Funktion
MONTH Funktion
NOW Funktion
SECOND Funktion
TIME$ Anweisung
TIME$ Funktion
TIMER Funktion
TIMESERIAL Funktion
TIMEVALUE Funktion
TIMEZONEKNOWN Funktion
WEEKDAY Funktion
YEAR Funktion

Serielle Werte zählen Tage ab dem 30.12.1899 (Serie 2 = 1.1.1900); der Nachkommaanteil ist die Tageszeit. WEEKDAY liefert 1 für Sonntag. Ungültige Datums- oder Zeitangaben lösen Fehler 5 aus.

Die Uhr rechnet in der Ortszeit des Rechners; TIMER zählt ab der lokalen Mitternacht. Der Versatz wird für den jeweils abgefragten Zeitpunkt bestimmt, nicht einmal beim Programmstart — ein Programm, das über eine Zeitumstellung hinweg läuft, folgt ihr.

Lässt sich die Zone nicht ermitteln, gilt UTC; das Programm läuft weiter und der Runner meldet es einmal beim Start auf der Fehlerausgabe. TIMEZONEKNOWN ist eine parameterlose TerminalBasic-Erweiterung mit Ergebnistyp INTEGER: -1 bei ermittelter Zone (auch UTC), 0 bei UTC-Rückfall. Jede Abfrage ermittelt den aktuellen Zustand, einschließlich späterer Ausfälle und Wiederherstellung. Sie ändert weder die Systemuhr noch den programmeigenen Versatz. Rust-Einbetter erhalten Zeitwert und Status gemeinsam über RtState::zeitpunkt(); Zeitzone::Unbekannt kann weiterhin einen festen UTC-Rückfall vorgeben.

DATE$ = … und TIME$ = … stellen nicht die Systemuhr, sondern einen programmeigenen Versatz auf die Ortszeit, den alle Zeitfunktionen mitrechnen. DATEVALUE und TIMEVALUE lesen Wanduhrzeit und rechnen nicht um.

Deklaration

Element Art
COMMON Anweisung
CONST Anweisung
DATA Anweisung
DEFtype Anweisung
DIM Anweisung
ERASE Anweisung
LBOUND Funktion
LET Anweisung
OPTION BASE Anweisung
READ Anweisung
REDIM Anweisung
REM Anweisung
RESTORE Anweisung
SHARED Anweisung
STATIC Anweisung
SWAP Anweisung
TYPE Anweisung
UBOUND Funktion

Ereignisse

Element Art Syntax und Wirkung
DOEVENTS Funktion DOEVENTS stellt ein anstehendes Ereignis zu und liefert 0.
EVENT Anweisung EVENT ON|OFF schaltet die Erkennung aller Ereignis-Traps ein oder aus.
KEY (Ereignis) Anweisung KEY(n) ON|OFF|STOP steuert einen Tasten-Trap.
ON KEY Anweisung ON KEY(n) GOSUB ziel bindet eine Taste an einen Handler.
ON SIGNAL Anweisung ON SIGNAL(n) GOSUB ziel bindet SIGINT oder SIGTERM an einen Handler.
ON TIMER Anweisung ON TIMER(n) GOSUB ziel bindet ein Intervall von 186 400 Sekunden.
ON UEVENT Anweisung ON UEVENT GOSUB ziel bindet das benutzerdefinierte Ereignis.
SetUEvent Routine CALL SetUEvent löst ein benutzerdefiniertes Ereignis aus.
SIGNAL Anweisung SIGNAL(n) ON|OFF|STOP steuert einen Signal-Trap.
TIMER Anweisung TIMER ON|OFF|STOP steuert den Zeit-Trap.
UEVENT Anweisung UEVENT ON|OFF|STOP steuert den benutzerdefinierten Trap.

Fehlerbehandlung

Element Art
ERL Funktion
ERR Funktion
ERROR Anweisung
ON ERROR Anweisung
RESUME Anweisung

Finanzen

Element Art
DDB# Funktion
FV# Funktion
IPMT# Funktion
IRR# Funktion
MIRR# Funktion
NPER# Funktion
NPV# Funktion
PMT# Funktion
PPMT# Funktion
PV# Funktion
RATE# Funktion
SLN# Funktion
SYD# Funktion

Alle Funktionen rechnen in DOUBLE. Vorzeichenkonvention wie beim Vorbild: ausgehende Zahlungen sind negativ, eingehende positiv. Das letzte Argument der Renten-Funktionen ist die Fälligkeit — 0 nachschüssig, 1 vorschüssig.

Rate# und IRR# nähern sich mit dem Sekantenverfahren. Abbruchbedingung: höchstens 100 Schritte; erreicht wird die Lösung, wenn der Betrag der Restabweichung unter 1e-9 fällt. Bleibt sie über 1e-6, gilt die Näherung als erfolglos und es tritt Fehler 5 auf — ein stiller Ersatzwert wird nie geliefert. Eine Zahlungsreihe ohne Vorzeichenwechsel weist IRR# sofort mit Fehler 5 ab.

Weitere Fehler 5: Periode außerhalb der Laufzeit bei IPmt#/PPmt#/SYD#/DDB#, Nutzungsdauer null bei SLN#, Perioden null bei Pmt#, Zinssatz ≤ 1.

Formatierung

Element Art
FORMAT$ Funktion
PRINT USING Anweisung
SetFormatCC Routine

PRINT USING, LPRINT USING und FORMAT$ teilen dieselbe Formatzeichenkette. Numerische Platzhalter: # Ziffernstelle, . Dezimalpunkt, , Tausendertrennung, +/- Vorzeichenführung (vorn oder hinten, mit eigener Stelle), $$ mitlaufendes Währungszeichen und ** Sternfüllung (beide bringen zwei Stellen mit), ^^^^ Exponentialform. String-Platzhalter: ! erstes Zeichen, & ganzer String, \ \ feste Länge. _ macht das Folgezeichen literal.

Passt ein Wert nicht in sein Feld, wird er vollständig ausgegeben und mit % gekennzeichnet. Die Formatzeichenkette wird wiederholt, solange Werte übrig sind. Eine Zeichenkette ohne Feld bei vorhandenen Werten löst Fehler 5 aus. SetFormatCC setzt das Währungszeichen über einen Ländercode; nicht aufgeführte Codes behalten $.

ISAM

Element Art
BEGINTRANS Anweisung
BOF Funktion
COMMITTRANS Anweisung
CREATEINDEX Anweisung
DELETE Anweisung
DELETEINDEX Anweisung
DELETETABLE Anweisung
GETINDEX$ Funktion
INSERT Anweisung
MOVEFIRST Anweisung
MOVELAST Anweisung
MOVENEXT Anweisung
MOVEPREVIOUS Anweisung
RETRIEVE Anweisung
ROLLBACK Anweisung
SAVEPOINT Funktion
SEEKEQ Anweisung
SEEKGE Anweisung
SEEKGT Anweisung
SETINDEX Anweisung
SETMEM Funktion
UPDATE Anweisung

Indizierter Satzzugriff auf Tabellen einer Datenbankdatei; die Dateinummer kommt aus OPEN datenbank$ FOR ISAM typname tabelle$ AS #n. Bei allen Anweisungen ist das # vor der Dateinummer optional.

CREATEINDEX #n, name$, eindeutig%, spalte$[, spalte$]… legt einen Index über bis zu neun Spalten an; eindeutig% ungleich 0 verbietet doppelte Schlüssel (Verstoß: Fehler 86, Satzbestand bleibt unverändert). Ein - vor dem Spaltennamen ordnet absteigend — eine Erweiterung über die Original-Hilfe hinaus. SETINDEX #n ohne Namen (oder mit "") wählt den NULL-Index (Einfügereihenfolge), GETINDEX$ liefert dafür einen leeren String. Nach SETINDEX ist der erste Satz der neuen Ordnung der aktuelle. Unbekannter Index: Fehler 83, unbekannte Spalte: Fehler 84.

INSERT, RETRIEVE und UPDATE erwarten als zweites Argument eine Variable des Tabellentyps, DELETE nur die Dateinummer. Ohne positionierten Cursor melden RETRIEVE, UPDATE und DELETE Fehler 85. Nach DELETE wird der folgende Satz der aktuelle; war der gelöschte der letzte, steht der Cursor am Ende der Tabelle ohne aktuellen Satz. Alle Indizes werden nach jeder Satzoperation nachgeführt.

Die MOVE-Familie bewegt in der Ordnung des aktiven Index, ohne aktiven Index in Einfügereihenfolge. Läuft der Cursor über das Ende hinaus, wird EOF(n) wahr, über den Anfang hinaus BOF(n); in beiden Fällen ist der Cursor danach unpositioniert. Die SEEK-Familie sucht im aktiven Index (über den NULL-Index: Fehler 87); eine erfolglose Suche setzt EOF. Ein mehrspaltiger Index lässt sich mit einem Präfix seiner Spalten durchsuchen, wobei SEEKEQ mit unvollständigem Schlüssel immer fehlschlägt.

BEGINTRANS eröffnet eine Transaktion, COMMITTRANS schreibt sie fest. CLOSE beendet sie nicht; eine beim Programmende offene Transaktion bleibt wirkungslos. SAVEPOINT liefert die Kennung eines Sicherungspunkts; ROLLBACK kennung setzt auf ihn zurück und lässt die Transaktion offen, ROLLBACK ohne Argument auf den letzten Sicherungspunkt bzw. den Transaktionsbeginn. ROLLBACK ALL nimmt alles seit BEGINTRANS zurück und beendet die Transaktion. Nach jeder Rücknahme ist der Cursor unpositioniert.

SETMEM(n&) verändert die ISAM-Puffergrenze um n Bytes und liefert die danach verfügbare Größe (Vorgabe 65536); ein Überschreiten meldet Fehler 89. Bedeutung und Abweichung vom DOS-Speichermodell des Vorbilds stehen in der Sprachreferenz.

Klang

Element Art
BEEP Anweisung

Mathematik

Element Art
ABS Funktion
ATN Funktion
CCUR Funktion
CDBL Funktion
CINT Funktion
CLNG Funktion
COS Funktion
CSNG Funktion
EXP Funktion
FIX Funktion
INT Funktion
LOG Funktion
RANDOMIZE Anweisung
RND Funktion
SGN Funktion
SIN Funktion
SQR Funktion
TAN Funktion

Rundung ist kaufmännisch-symmetrisch zur geraden Zahl (CINT(0.5) = 0, CINT(1.5) = 2, CINT(2.5) = 2). INT rundet ab, FIX in Richtung null. Überschreitet ein Ergebnis den Zieltyp, tritt Fehler 6 auf; SQR/LOG mit unzulässigem Argument lösen Fehler 5 aus, Division durch null Fehler 11.

Der Zufallsgenerator ist der 24-Bit-LCG des Vorbilds (zustand = (zustand · &HFD43FD + &HC39EC3) MOD 2^24). RND(0) wiederholt den letzten Wert, RND(n) mit n < 0 sät neu aus dem Argument. RANDOMIZE saat liefert bei gleicher Saat stets dieselbe Folge, unabhängig von vorherigen RND-Aufrufen; ohne Argument wird der Startwert abgefragt.

Metabefehl

Element Art
$DYNAMIC Metabefehl
$STATIC Metabefehl

Prozeduren

Element Art
CALL Anweisung
DECLARE Anweisung
DEF FN Anweisung
FUNCTION Anweisung
SUB Anweisung

Steuerfluss

Element Art
DO...LOOP Anweisung
END Anweisung
EXIT Anweisung
FOR...NEXT Anweisung
GOSUB Anweisung
GOTO Anweisung
IF...THEN...ELSE Anweisung
ON...GOSUB Anweisung
ON...GOTO Anweisung
RETURN Anweisung
SELECT CASE Anweisung
STOP Anweisung
WHILE...WEND Anweisung

Strings

Element Art
ASC Funktion
CHR$ Funktion
HEX$ Funktion
INSTR Funktion
LCASE$ Funktion
LEFT$ Funktion
LEN Funktion
LTRIM$ Funktion
MID$ Anweisung
MID$ Funktion
OCT$ Funktion
RIGHT$ Funktion
RTRIM$ Funktion
SPACE$ Funktion
STR$ Funktion
STRING$ Funktion
UCASE$ Funktion
VAL Funktion

Zeichen sind Unicode-Codepoints; LEN zählt Zeichen, nicht Bytes (dokumentierte Abweichung). Randfälle: VAL liest das führende Zahlenpräfix und überspringt Leerraum, versteht &H/&O; STR$ stellt nicht-negativen Zahlen ein Leerzeichen voran; LEFT$/RIGHT$ mit Länge über der Stringlänge liefern den ganzen String; ASC("") sowie eine Startposition kleiner 1 bei MID$/INSTR lösen Fehler 5 aus. STRING$ nimmt einen Zeichencode oder einen String (dessen erstes Zeichen zählt).

System

Element Art
COMMAND$ Funktion
SLEEP Anweisung
SYSTEM Anweisung

ENVIRON$ liest Umgebungsvariablen nach Namen, COMMAND$ liefert die Aufrufargumente ohne Programmnamen. Nicht abbildbare Größen liefern einen dokumentierten Ersatzwert statt still zu variieren.

Tastatur

Element Art
INKEY$ Funktion
INPUT$ Funktion
KEY Anweisung

INKEY$ blockiert nicht: leerer String bei leerem Puffer, ein Zeichen bei einer Zeichentaste, zwei Zeichen mit führendem Nullzeichen bei einer Sondertaste. INPUT$(n) liest genau n Unicode-Codepoints und blockiert dabei, ohne sie am Bildschirm zu wiederholen.

KEY n, text$ belegt ein Funktionstasten-Makro (n = 110 sowie 30/31, höchstens 15 Zeichen), KEY LIST gibt alle zwölf untereinander aus, KEY ON/KEY OFF blendet die Softkey-Zeile ein und aus.

Fortlaufende Datei-Eingabe und Record-Konvertierung

INPUT # liest Felder fortlaufend, auch über Zeilengrenzen hinweg. Nicht benötigte Felder bleiben für spätere Aufrufe erhalten. WRITE # setzt Strings in Anführungszeichen und verdoppelt enthaltene Anführungszeichen; INPUT # erhält deren Inhalt einschließlich Kommas und Leerraum. Fehlende geforderte Felder lösen Fehler 62 aus; ein ausdrücklich leeres Feld bleibt zulässig.

INPUT$(n, #f) decodiert genau n UTF-8-Codepoints aus einer INPUT- oder BINARY-Datei. INPUT #, LINE INPUT # und INPUT$ verwenden dieselbe Leseposition; LINE INPUT # entfernt ein LF-, CR- oder CRLF-Zeilenende. SEEK und LOC beziehen sich dabei weiterhin auf Bytes. INPUT$(0) verbraucht nichts; negative Längen lösen Fehler 5 aus. EOF vor dem geforderten Zeichen führt zu Fehler 62; ungültige oder abgeschnittene UTF-8-Sequenzen führen zu Fehler 57 statt zu Ersatzzeichen. Bei Tastatureingabe bleibt der unbenutzte Rest einer erweiterten Taste für INPUT$ bzw. INKEY$ erhalten: zweimal INPUT$(1) liest aus F1 zuerst CHR$(0), dann CHR$(59).

CVI, CVL, CVS, CVD, CVC verlangen exakt 2, 4, 4, 8 bzw. 8 Bytezeichen (Codepoints 0255), entsprechend MKI$, MKL$, MKS$, MKD$, MKC$. Kürzere, längere oder nicht als Byte darstellbare Argumente lösen Fehler 5 aus. GET/PUT und UTF-32-Recordfelder bleiben unverändert; die MK/CV-Bytezeichen sind keine UTF-8-Dateidecodierung.

Fehlt bei OPEN FOR INPUT, KILL oder der Quelle von NAME nur die Datei, gilt Fehler 53. Ein fehlender Elternpfad führt zu Fehler 76, auch beim Erzeugen, Umbenennen oder Anlegen von Verzeichnissen.