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TerminalBasic/docs/bibliothek.md
Chili Palmer a0fb41420e Ortszeit statt UTC
Setzt den OpenSpec-Change phase-3-ortszeit um (21/21 Aufgaben) und zieht
damit die in Phase 3 eingegangene Abweichung zurueck: DATE$, TIME$, TIMER
und NOW rechnen in der Zeitzone des Rechners, TIMER zaehlt ab der lokalen
Mitternacht.

Versatzermittlung
- jiff 0.2.35 als Abhaengigkeit von tb-runtime
- datetime::utc_versatz(zeitpunkt) ist der einzige Aufrufpunkt der
  Bibliothek; die Kalenderrechnung darunter bleibt Eigenimplementierung
  und sieht sie nie -- zwei Kalendermodelle nebeneinander waeren eine
  dauerhafte Fehlerquelle
- Der Versatz gilt je Zeitpunkt, nicht je Programmlauf: ein Programm, das
  ueber eine Zeitumstellung hinweg laeuft, folgt ihr

Zonenzustand
- Zeitzone { System, Fest(i32), Unbekannt } im RtState
- Fest(n) macht Tests und Korpusprogramme unabhaengig von der Zone des
  Testrechners; TZ waere prozessweit und set_var seit Rust 2024 unsafe

Rueckfallebene
- Ohne ermittelbare Zone gilt UTC, das Programm laeuft weiter
- tbc run meldet den Rueckfall einmal beim Start auf der Fehlerausgabe,
  nicht je Abfrage -- ein stiller Wechsel waere ein Verstoss gegen den
  Guiding Principle

Korpus
- Neue Direktive ' tb-tz: +-HH:MM im Harness
- zeitzone.bas prueft Ortszeit, TIMER ab lokaler Mitternacht und den
  Programmversatz gegen eine gesetzte Uhrzeit
- datumzeit.bas auf die Direktive umgestellt; Sollausgabe unveraendert

Nebenbefund
- TIMER trennt jetzt ganze Sekunden (Ortszeit) vom Bruchteil
  (Systemuhr). Ohne die Trennung waere TIMER in Zonen mit halbstuendigem
  Versatz gesprungen.

Dokumentation: die Abweichung "Uhr laeuft in UTC" entfaellt aus
sprachreferenz.md; bibliothek.md und PLAN.md nachgezogen, jiff steht im
Stufe-2-Ideenspeicher neben crossterm.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-04 07:01:53 +02:00

8.8 KiB
Raw Blame History

Bibliotheksreferenz

Die Laufzeitbibliothek so wie implementiert. Der Umfang wird von docs/inventar.md bestimmt; dort steht auch, was noch offen ist. Abweichungen vom Vorbild sind in docs/sprachreferenz.md unter „Abweichungen" gesammelt.

Ein automatischer Test hält das Inventar gegen den Code; diese Referenz beschreibt das Verhalten dahinter.

Bildschirm

Element Art
CLS Anweisung
COLOR Anweisung
CSRLIN Funktion
INPUT Anweisung
LINE INPUT Anweisung
LOCATE Anweisung
POS Funktion
PRINT Anweisung
SCREEN Anweisung
SCREEN Funktion
SPC Funktion
TAB Funktion
VIEW PRINT Anweisung
WIDTH Anweisung

Alle Anweisungen wirken auf den Zellenpuffer der aktuellen Bildschirmgröße — 80×25 ist nirgends eine feste Grenze. Ausgelassene Argumente von LOCATE und COLOR lassen den bisherigen Wert stehen. LOCATE außerhalb der Grenzen und SCREEN(zeile, spalte) außerhalb lösen Fehler 5 aus. Die Funktionsform SCREEN liefert ohne drittes Argument den Zeichencode, mit drittem das Farbattribut (Hintergrund·16 + Vordergrund). WIDTH hebt den Puffer höchstens an. VIEW PRINT ohne Argumente setzt den Scrollbereich auf den vollen Bildschirm zurück.

Datum/Zeit

Element Art
DATE$ Anweisung
DATE$ Funktion
DATESERIAL Funktion
DATEVALUE Funktion
DAY Funktion
HOUR Funktion
MINUTE Funktion
MONTH Funktion
NOW Funktion
SECOND Funktion
TIME$ Anweisung
TIME$ Funktion
TIMER Funktion
TIMESERIAL Funktion
TIMEVALUE Funktion
WEEKDAY Funktion
YEAR Funktion

Serielle Werte zählen Tage ab dem 30.12.1899 (Serie 2 = 1.1.1900); der Nachkommaanteil ist die Tageszeit. WEEKDAY liefert 1 für Sonntag. Ungültige Datums- oder Zeitangaben lösen Fehler 5 aus.

Die Uhr rechnet in der Ortszeit des Rechners; TIMER zählt ab der lokalen Mitternacht. Der Versatz wird für den jeweils abgefragten Zeitpunkt bestimmt, nicht einmal beim Programmstart — ein Programm, das über eine Zeitumstellung hinweg läuft, folgt ihr.

Lässt sich die Zone nicht ermitteln, gilt UTC; das Programm läuft weiter und der Runner meldet es einmal beim Start auf der Fehlerausgabe.

DATE$ = … und TIME$ = … stellen nicht die Systemuhr, sondern einen programmeigenen Versatz auf die Ortszeit, den alle Zeitfunktionen mitrechnen. DATEVALUE und TIMEVALUE lesen Wanduhrzeit und rechnen nicht um.

Deklaration

Element Art
COMMON Anweisung
CONST Anweisung
DATA Anweisung
DEFtype Anweisung
DIM Anweisung
ERASE Anweisung
LBOUND Funktion
LET Anweisung
OPTION BASE Anweisung
READ Anweisung
REDIM Anweisung
REM Anweisung
RESTORE Anweisung
SHARED Anweisung
STATIC Anweisung
SWAP Anweisung
TYPE Anweisung
UBOUND Funktion

Ereignisse

Element Art
DOEVENTS Funktion

Fehlerbehandlung

Element Art
ERL Funktion
ERR Funktion
ERROR Anweisung
ON ERROR Anweisung
RESUME Anweisung

Finanzen

Element Art
DDB# Funktion
FV# Funktion
IPMT# Funktion
IRR# Funktion
MIRR# Funktion
NPER# Funktion
NPV# Funktion
PMT# Funktion
PPMT# Funktion
PV# Funktion
RATE# Funktion
SLN# Funktion
SYD# Funktion

Alle Funktionen rechnen in DOUBLE. Vorzeichenkonvention wie beim Vorbild: ausgehende Zahlungen sind negativ, eingehende positiv. Das letzte Argument der Renten-Funktionen ist die Fälligkeit — 0 nachschüssig, 1 vorschüssig.

Rate# und IRR# nähern sich mit dem Sekantenverfahren. Abbruchbedingung: höchstens 100 Schritte; erreicht wird die Lösung, wenn der Betrag der Restabweichung unter 1e-9 fällt. Bleibt sie über 1e-6, gilt die Näherung als erfolglos und es tritt Fehler 5 auf — ein stiller Ersatzwert wird nie geliefert. Eine Zahlungsreihe ohne Vorzeichenwechsel weist IRR# sofort mit Fehler 5 ab.

Weitere Fehler 5: Periode außerhalb der Laufzeit bei IPmt#/PPmt#/SYD#/DDB#, Nutzungsdauer null bei SLN#, Perioden null bei Pmt#, Zinssatz ≤ 1.

Formatierung

Element Art
FORMAT$ Funktion
PRINT USING Anweisung
SetFormatCC Routine

PRINT USING, LPRINT USING und FORMAT$ teilen dieselbe Formatzeichenkette. Numerische Platzhalter: # Ziffernstelle, . Dezimalpunkt, , Tausendertrennung, +/- Vorzeichenführung (vorn oder hinten, mit eigener Stelle), $$ mitlaufendes Währungszeichen und ** Sternfüllung (beide bringen zwei Stellen mit), ^^^^ Exponentialform. String-Platzhalter: ! erstes Zeichen, & ganzer String, \ \ feste Länge. _ macht das Folgezeichen literal.

Passt ein Wert nicht in sein Feld, wird er vollständig ausgegeben und mit % gekennzeichnet. Die Formatzeichenkette wird wiederholt, solange Werte übrig sind. Eine Zeichenkette ohne Feld bei vorhandenen Werten löst Fehler 5 aus. SetFormatCC setzt das Währungszeichen über einen Ländercode; nicht aufgeführte Codes behalten $.

Klang

Element Art
BEEP Anweisung

Mathematik

Element Art
ABS Funktion
ATN Funktion
CCUR Funktion
CDBL Funktion
CINT Funktion
CLNG Funktion
COS Funktion
CSNG Funktion
EXP Funktion
FIX Funktion
INT Funktion
LOG Funktion
RANDOMIZE Anweisung
RND Funktion
SGN Funktion
SIN Funktion
SQR Funktion
TAN Funktion

Rundung ist kaufmännisch-symmetrisch zur geraden Zahl (CINT(0.5) = 0, CINT(1.5) = 2, CINT(2.5) = 2). INT rundet ab, FIX in Richtung null. Überschreitet ein Ergebnis den Zieltyp, tritt Fehler 6 auf; SQR/LOG mit unzulässigem Argument lösen Fehler 5 aus, Division durch null Fehler 11.

Der Zufallsgenerator ist der 24-Bit-LCG des Vorbilds (zustand = (zustand · &HFD43FD + &HC39EC3) MOD 2^24). RND(0) wiederholt den letzten Wert, RND(n) mit n < 0 sät neu aus dem Argument. RANDOMIZE saat liefert bei gleicher Saat stets dieselbe Folge, unabhängig von vorherigen RND-Aufrufen; ohne Argument wird der Startwert abgefragt.

Metabefehl

Element Art
$DYNAMIC Metabefehl
$STATIC Metabefehl

Prozeduren

Element Art
CALL Anweisung
DECLARE Anweisung
DEF FN Anweisung
FUNCTION Anweisung
SUB Anweisung

Steuerfluss

Element Art
DO...LOOP Anweisung
END Anweisung
EXIT Anweisung
FOR...NEXT Anweisung
GOSUB Anweisung
GOTO Anweisung
IF...THEN...ELSE Anweisung
ON...GOSUB Anweisung
ON...GOTO Anweisung
RETURN Anweisung
SELECT CASE Anweisung
STOP Anweisung
WHILE...WEND Anweisung

Strings

Element Art
ASC Funktion
CHR$ Funktion
HEX$ Funktion
INSTR Funktion
LCASE$ Funktion
LEFT$ Funktion
LEN Funktion
LTRIM$ Funktion
MID$ Anweisung
MID$ Funktion
OCT$ Funktion
RIGHT$ Funktion
RTRIM$ Funktion
SPACE$ Funktion
STR$ Funktion
STRING$ Funktion
UCASE$ Funktion
VAL Funktion

Zeichen sind Unicode-Codepoints; LEN zählt Zeichen, nicht Bytes (dokumentierte Abweichung). Randfälle: VAL liest das führende Zahlenpräfix und überspringt Leerraum, versteht &H/&O; STR$ stellt nicht-negativen Zahlen ein Leerzeichen voran; LEFT$/RIGHT$ mit Länge über der Stringlänge liefern den ganzen String; ASC("") sowie eine Startposition kleiner 1 bei MID$/INSTR lösen Fehler 5 aus. STRING$ nimmt einen Zeichencode oder einen String (dessen erstes Zeichen zählt).

System

Element Art
COMMAND$ Funktion
SLEEP Anweisung
SYSTEM Anweisung

ENVIRON$ liest Umgebungsvariablen nach Namen, COMMAND$ liefert die Aufrufargumente ohne Programmnamen. Nicht abbildbare Größen liefern einen dokumentierten Ersatzwert statt still zu variieren.

Tastatur

Element Art
INKEY$ Funktion
INPUT$ Funktion
KEY Anweisung

INKEY$ blockiert nicht: leerer String bei leerem Puffer, ein Zeichen bei einer Zeichentaste, zwei Zeichen mit führendem Nullzeichen bei einer Sondertaste. INPUT$(n) liest genau n Zeichen und blockiert dabei, ohne sie am Bildschirm zu wiederholen.

KEY n, text$ belegt ein Funktionstasten-Makro (n = 110 sowie 30/31, höchstens 15 Zeichen), KEY LIST gibt alle zwölf untereinander aus, KEY ON/KEY OFF blendet die Softkey-Zeile ein und aus.