Entscheidungen festgehalten: TBVM bestaetigt und eingebettet in die Executables; durchgaengig UTF-8 statt CP437 (dokumentierte Abweichung). - docs/: Sprachreferenz, Forms-Referenz, Dateiformate, TBVM-Design - tb-runtime::errors: klassischer Laufzeitfehler-Katalog (implementiert) - tb-ui::screen: 80x25-Unicode-Zellenpuffer mit 16-Farben-Abbildung, Scrollbereich (VIEW PRINT), Letterboxing; Ratatui-Widget + Tests - Spike: cargo run -p tb-ui --example spike (Farben, Unicode, Tasten, Maus) - tests/compat/: erste Referenzprogramme mit byte-genauer Sollausgabe Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
3.6 KiB
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TBVM — Designentwurf
Eigene Stack-basierte Bytecode-VM (Entscheidung siehe PLAN.md, 0.2).
Die VM ist in tbdos (IDE) und in von tbdosc erzeugte Executables
eingebettet — identischer Code, identisches Verhalten, schneller Turnaround.
Werte-Modell
Tagged Enum, kein NaN-Boxing (Einfachheit und Debugbarkeit vor Mikro- performance):
enum Value {
Int(i16), // INTEGER
Long(i32), // LONG
Single(f32), // SINGLE
Double(f64), // DOUBLE
Currency(i64), // CURRENCY, Festkomma ×10 000
Str(Rc<str>), // STRING (immutabel geteilt; Copy-on-Write bei MID$-Anweisung)
// Arrays und TYPE-Instanzen leben im Heap-Bereich der VM,
// Variablen-Slots referenzieren sie per Handle (Rc<RefCell<…>>).
}
- Kein GC nötig: der Dialekt kennt keine Zyklen (keine Objektreferenzen in
TYPEs, keine Closures) →
Rcgenügt. - Feste Strings (
STRING * n) und TYPE-Records werden als eigene Speicherobjekte mit fester Zeichen-/Elementstruktur geführt.
Bytecode
- Stack-Maschine, Opcodes 1 Byte + Operanden variabler Länge (u8/u16/u32, little-endian).
- Modul-Struktur: Konstantenpool (Strings, Zahlen), Typtabelle (TYPE-Layouts), Prozedurtabelle (Signatur, Locals-Anzahl, Code-Offset), globale Slots, DATA-Segment (für READ/RESTORE), Zeilentabelle.
- Zeilentabelle: Abbildung Code-Offset → (Moduldatei, Zeile). Grundlage
für
ERL, Fehlermeldungen, Breakpoints und Einzelschritt. - Aufrufkonventionen:
- SUB/FUNCTION: eigener Frame (Locals-Slots, Operandenstack-Basis); BYREF-Parameter als Referenz-Slots (Handle auf Variablen-Slot).
- GOSUB: kein Frame — Rücksprungadresse auf separatem GOSUB-Stack im aktuellen Frame (RETURN prüft diesen zuerst).
- Fehlerbehandlung: Pro Frame ein Handler-Zustand (
ON ERROR GOTO x). Laufzeitfehler → VM sucht aktiven Handler im aktuellen Modulkontext (Vorbild: Handler sind modul-/prozedurlokal, TODO: exakte Scoping-Regel testen), setztERR/ERL, springt.RESUMEnutzt gemerkten Anweisungs-Offset.
Ausführungsmodell / Unterbrechbarkeit
- Die Interpreterschleife läuft in Ticks: nach jeder Anweisung (Grenze aus der Zeilentabelle) prüft sie ein Flag-Set: Breakpoint? Einzelschritt? Strg+Untbr? Ereignis-Queue nicht leer und Zustellung erlaubt?
- Ereigniszustellung (Forms, Timer) erfolgt kooperativ: nur an
Zustellpunkten (
DOEVENTS,SLEEP, blockierende Eingabe, Ende einer Ereignisprozedur) — wie im Vorbild. - Die VM ist eine gewöhnliche zustandsbehaftete Struktur,
step()-basiert; die einbettende Schleife (IDE-Debugger oder Runner) treibt sie. Kein eigener Thread nötig; Terminal-Events werden zwischen Ticks gepollt.
.tbc-Container (Entwurf)
Magic "TBC\0" · Formatversion u16 · Flags
Abschnittstabelle: [ (Kennung, Offset, Länge) ]
Abschnitte: CONSTS, TYPES, PROCS, CODE, DATA, LINES, FORMS (serialisierte .FRM-Beschreibungen)
Serialisierung mit einfachem eigenem Writer/Reader (kein serde nötig, Format bleibt stabil und dokumentiert).
Eigenständige Executables
tbdosc build --exe kopiert den vorkompilierten Runner (dieselbe
tb-vm/tb-runtime/tb-ui-Bibliothek wie die IDE) und hängt das .tbc als
Ressource an (Anhängen ans Binary + Fußzeile mit Offset/Magic; portabel für
alle drei Plattformen). Alternative — include_bytes! + Cargo-Build beim
Nutzer — verworfen: erfordert Rust-Toolchain beim Anwender.
Offene Punkte
- Opcode-Satz konkret ausformulieren (mit Phase 2)
- Zahlenkonvertierungs-Matrix (implizite Casts, Rundung, Überlauf) als Tabelle
- Verhalten von
STOP/CONTim Runner (ohne IDE): Abbruch mit Meldung?