OpenSpec: phase-3-runtime-bildschirm archiviert, Delta-Specs gesynct

Zwei neue Capabilities in den Hauptspecs:
- datei-eio: Dateiverwaltung, drei Zugriffsarten, UTF-32-Festtextfelder,
  Recordkonvertierung, Sperren, Dateisystem-Anweisungen
- sprachinventar: das Vollstaendigkeits-Inventar als pruefbares Artefakt

Fortgeschrieben: textbildschirm (Doppelzellen, Groessenunabhaengigkeit,
Bildschirmanweisungen), konsolen-basisbibliothek (Host-Neuschnitt, volle
String-/Format-/Datums-/Finanzbibliothek), kompat-testkorpus
(Snapshot-Vergleich, Nachweis der Groessenunabhaengigkeit),
sprach-frontend (Signaturpflicht, ON-ERROR-Scoping, DATA-Rohtext).

Bilanz: +32 Anforderungen, 6 geaendert, 1 ersetzt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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2026-09-04 06:55:02 +02:00
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@@ -10,16 +10,28 @@ geprüft werden.
### Requirement: Korpusdateien mit byte-genauer Sollausgabe
Jedes Korpusprogramm `tests/compat/<name>.bas` SHALL eine `<name>.out`
mit der exakten Konsolenausgabe besitzen (UTF-8, LF-Zeilenenden).
Nachgestellte Leerzeichen sind signifikant — `PRINT` gibt Zahlen mit
führendem Vorzeichen-/Leerzeichen und nachgestelltem Leerzeichen aus,
auch am Zeilenende; `.gitattributes` MUST die `.out`-Dateien vor
mit dem exakten Sollzustand des Bildschirms besitzen (UTF-8,
LF-Zeilenenden). Die Sollausgabe SHALL den Zellenpuffer als Textbild
abbilden, getrimmt bis zur letzten belegten Zeile und Spalte; nachgestellte
Leerzeichen innerhalb einer Zeile sind signifikant — `PRINT` gibt Zahlen
mit führendem Vorzeichen-/Leerzeichen und nachgestelltem Leerzeichen aus.
Verwendet ein Programm `COLOR`, SHALL die Sollausgabe zusätzlich eine
Attributebene gleicher Abmessung enthalten; ohne `COLOR` MUST sie
entfallen. `.gitattributes` MUST die `.out`-Dateien vor
Zeilenenden-Konvertierung schützen.
#### Scenario: Zahlformatierung in der Sollausgabe
- **WHEN** ein Korpusprogramm `PRINT 1; 2; 3` enthält
- **THEN** lautet die Sollzeile ` 1 2 3 ` (mit nachgestelltem Leerzeichen)
#### Scenario: Getrimmter Snapshot
- **WHEN** ein Korpusprogramm nur zwei Zeilen ausgibt
- **THEN** umfasst die Sollausgabe genau diese zwei Zeilen und keine leeren Folgezeilen
#### Scenario: Attributebene nur bei COLOR
- **WHEN** ein Korpusprogramm ohne `COLOR` läuft
- **THEN** enthält seine `.out` keine Attributebene
### Requirement: Frontend-Meilenstein über den Korpus
Ein automatischer Test SHALL alle `tests/compat/*.bas` durch das
Sprach-Frontend führen und fehlschlagen, sobald eine Datei Diagnosen
@@ -32,19 +44,26 @@ hinzu.)
### Requirement: Laufzeitvergleich über den Korpus
Ein automatischer Test SHALL jede Korpusdatei `tests/compat/*.bas`
kompilieren, über die VM mit Capture-Host ausführen und die Ausgabe
byte-genau (inklusive nachgestellter Leerzeichen und LF-Zeilenenden)
gegen die zugehörige `.out`-Datei vergleichen. Bei Abweichung MUST der
Test Datei, erste abweichende Zeile sowie Soll und Ist nennen.
kompilieren, über die VM mit einem Host ohne Terminal ausführen und den
resultierenden Bildschirmzustand gegen die zugehörige `.out`-Datei
vergleichen — getrimmt, mit signifikanten Leerzeichen innerhalb der
Zeilen und, sofern vorhanden, einschließlich der Attributebene. Bei
Abweichung MUST der Test Datei, erste abweichende Zeile sowie Soll und
Ist nennen; weicht nur die Attributebene ab, MUST er Zeile, Spalte, Soll-
und Ist-Attribut nennen.
#### Scenario: Korpus läuft mit korrekter Ausgabe
- **WHEN** die Laufzeit-Testsuite läuft
- **THEN** stimmt die Ausgabe jeder Korpusdatei byte-genau mit ihrer `.out` überein
- **THEN** stimmt der Bildschirmzustand jeder Korpusdatei mit ihrer `.out` überein
#### Scenario: Abweichung wird benannt
- **WHEN** ein Korpusprogramm eine abweichende Ausgabe erzeugt
- **THEN** schlägt der Test fehl und nennt Datei, Zeilennummer, Soll- und Ist-Zeile
#### Scenario: Abweichendes Farbattribut
- **WHEN** ein Korpusprogramm dasselbe Textbild, aber ein abweichendes Attribut erzeugt
- **THEN** schlägt der Test fehl und nennt Zeile, Spalte, Soll- und Ist-Attribut
### Requirement: Korpusabdeckung der Phase-2-Semantik
Der Korpus SHALL um Referenzprogramme mit dokumentierter Sollausgabe für
die Zahlenkonvertierungs-Matrix (Rundung, Ganzzahldivision, logische
@@ -55,3 +74,39 @@ Prozeduraufrufe mit BYREF-/BYVAL-Wirkung erweitert werden.
#### Scenario: Konvertierungsmatrix als Korpustest
- **WHEN** die Laufzeit-Testsuite läuft
- **THEN** existiert ein Korpusprogramm, das die Matrix-Randfälle ausgibt, und seine Ausgabe entspricht der dokumentierten Sollausgabe
### Requirement: Korpusabdeckung der Phase-3-Semantik
Der Korpus SHALL um Referenzprogramme mit dokumentierter Sollausgabe für
die Bildschirmsteuerung (`LOCATE`, `COLOR`, `CLS`, `VIEW PRINT`-Scrollen,
`CSRLIN`/`POS`, Zurücklesen per `SCREEN`), die Formatierung
(`PRINT USING` inklusive Feldüberlauf), breite Unicode-Zeichen
(Doppelzellen, Umbruch am rechten Rand), Datum und Zeit sowie die
Datei-E/A in allen drei Zugriffsarten erweitert werden. Dateiprogramme
MUST in einem temporären Arbeitsverzeichnis laufen und dürfen keine
Artefakte im Projektbaum hinterlassen.
#### Scenario: Bildschirmsteuerung als Korpustest
- **WHEN** die Testsuite läuft
- **THEN** existiert ein Korpusprogramm, das mit `LOCATE` und `COLOR` an definierten Positionen ausgibt, und sein Snapshot entspricht der Sollausgabe
#### Scenario: Datei-Korpustest hinterlässt nichts
- **WHEN** ein Datei-E/A-Korpusprogramm gelaufen ist
- **THEN** ist das Arbeitsverzeichnis wieder entfernt und der Projektbaum unverändert
### Requirement: Nachweis der Größenunabhängigkeit
Die Bildschirmgröße des Test-Hosts SHALL je Korpusprogramm explizit
festgelegt und in der Sollausgabe vermerkt sein; ein Vorgabewert MUST NOT
stillschweigend gelten. Mindestens ein Korpusprogramm SHALL bei zwei
verschiedenen Bildschirmgrößen laufen und je Größe eine eigene
Sollausgabe besitzen, um nachzuweisen, dass Löschen, Umbruch, Scrollen
und Cursorgrenzen der jeweiligen Größe folgen. Mindestens ein
Korpusprogramm SHALL eine Größenänderung während der Ausführung
durchlaufen und danach die neuen Grenzen ausnutzen.
#### Scenario: Gleiches Programm bei zwei Größen
- **WHEN** dasselbe Bildschirm-Korpusprogramm bei 80×25 und bei 120×40 läuft
- **THEN** stimmt jede Ausgabe mit der Sollausgabe ihrer Größe überein und die Sollausgaben unterscheiden sich in Umbruch- und Scrollverhalten
#### Scenario: Größenänderung mitten im Programm
- **WHEN** der Test-Host während der Ausführung von 80×25 auf 120×40 wechselt
- **THEN** bleibt der bisherige Inhalt oben links erhalten und die anschließende Ausgabe nutzt die neuen Grenzen