Phase 4: Ereignisschleife und klassische Traps

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2026-09-04 15:56:47 +02:00
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@@ -0,0 +1,29 @@
# Messung: Kosten der Ereigniszustellung (Aufgabe 8.1)
`cargo bench -p tb-vm --bench vm`, Release, dieselbe Maschine. „Vorher" ist
der Stand von `060674b` in einem eigenen Worktree, „nachher" der Median aus
drei Läufen dieses Changes.
| Last | vorher | nachher | Abweichung |
|---|---|---|---|
| INTEGER-Schleife (10 Mio) | 898 ms | 901 ms | +0,3 % |
| DOUBLE-Schleife (5 Mio) | 419 ms | 429 ms | +2,4 % |
| SUB-Aufrufe (1 Mio, BYREF) | 94 ms | 96 ms | +2,1 % |
| String-Funktionen (200k) | 86 ms | 83 ms | 3,5 % |
**Deutung.** Zwei Änderungen wirken hier zusammen, und nur die zweite kostet:
1. **Die Zustellprüfung** an der Anweisungsgrenze ist ein einzelner
Bool-Test (`traps.aktiv()`, ein gepflegtes Feld). Ohne definierten Trap
fällt sie sofort durch; die Uhr wird gar nicht erst gelesen. Das ist im
Rauschen nicht auffindbar.
2. **Die zusätzliche Anweisungsgrenze je `FOR`-Durchlauf** (design.md, D10)
ist eine Instruktion mehr pro Iteration. Sie erklärt die ~2 % auf den
schleifenlastigen Lasten und ist bewusst bezahlt: ohne sie ist
`FOR i = 1 TO n: NEXT` für Ereignisse, Breakpoints und Abbruch taub.
`DO`/`WHILE` zahlen nichts, dort zeigt der Rücksprung auf eine ohnehin
vorhandene Grenze.
Die Streuung zwischen den Läufen liegt bei ±1,5 % (String-Last sogar
schneller als vorher), die 2 % sind also am Rand der Auflösung dieses
Harness — als obere Schranke aber belastbar.