OpenSpec-Review dokumentieren und ISAM-Vertragsabweichungen beheben

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2026-09-05 17:55:09 +02:00
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@@ -0,0 +1,59 @@
## MODIFIED Requirements
### Requirement: Monomorpher Opcode-Satz
Der Codegenerator SHALL jedes HIR-Konstrukt in typisierte, monomorphe
Opcodes übersetzen: Arithmetik, Vergleiche und Konvertierungen tragen den
Operandentyp im Opcode (kein Tag-Dispatch über Werte zur Laufzeit);
implizite Konvertierungen erscheinen als explizite Konvertierungs-Opcodes
an den vom HIR bestimmten Stellen. Der Opcode-Satz SHALL in
docs/tbvm-design.md vollständig dokumentiert sein.
Die Dokumentation SHALL sämtliche tatsächlich serialisierbaren Instruktionen einschließlich Forms, Ereignissteuerung und Dateioperationen mit Operanden und Encoding führen.
#### Scenario: Gemischter Ausdruck wird monomorph
- **WHEN** `d# = i% + 1.5#` übersetzt wird (INTEGER-Variable, DOUBLE-Ziel)
- **THEN** enthält der Bytecode einen Konvertierungs-Opcode INTEGER→DOUBLE und eine DOUBLE-Addition, keinen generischen Additions-Opcode
#### Scenario: Namen sind zur Laufzeit aufgelöst
- **WHEN** eine Variable oder Prozedur im Bytecode referenziert wird
- **THEN** geschieht das über Slot- bzw. Tabellenindizes, nicht über Namens-Lookups
### Requirement: `.tbc`-Containerformat
Das Kompilat SHALL als `.tbc`-Datei serialisierbar und wieder ladbar sein:
Magic `TBC\0`, Formatversion und dokumentierte Abschnittstabelle.
Der Container SHALL Quellen und Module, Konstantenpool, TYPE-Layouts,
modulqualifizierte Prozeduren mit vollständiger Signatur, Locals und Code,
DATA sowie die vollständigen Forms-Anfangsbeschreibungen führen.
Code und Quellortinformationen SHALL inline in den Prozeduren liegen
dürfen; eigenständige CODE-/LINES-Abschnitte sind nicht erforderlich. Laden und erneutes Serialisieren MUST verlustfrei sein;
eine unbekannte Formatversion MUST mit einer klaren Fehlermeldung
abgewiesen werden.
Ein aus FRM- oder Projektquellen gebautes Kompilat SHALL ohne erneuten Zugriff auf diese Quellen ausführbar sein und ihre Anfangseigenschaften und Designzeit-Control-Arrays bewahren.
#### Scenario: Roundtrip
- **WHEN** ein kompiliertes Modul als `.tbc` geschrieben und wieder geladen wird
- **THEN** ist das geladene Kompilat funktional identisch (gleiche Ausführung, gleiche Zeilenzuordnung)
#### Scenario: Unbekannte Version
- **WHEN** eine `.tbc`-Datei mit höherer Formatversion geladen wird
- **THEN** wird das Laden mit einer Meldung abgelehnt, die die Version nennt
#### Scenario: Formularwerte nach Kompilat-Rundlauf
- **WHEN** ein Formular mit Text1.Text = "hello" kompiliert, gespeichert und ohne Quelldatei geladen wird
- **THEN** liefert der erste Zugriff auf Text1.Text weiterhin hello
### Requirement: Zeilentabelle für Fehlerortung
Der Bytecode SHALL jede Anweisung ihrem Ursprung (Moduldatei, Zeile)
zuordnen, sodass Laufzeitfehlermeldungen, `ERL`, Breakpoints und
Einzelschritt die Quellzeile exakt benennen können.
Die Zuordnung SHALL auch nach Include-Expansion und bei mehreren Projektmitgliedern die ursprüngliche Datei und physische Zeile bewahren. Numerische BASIC-Zeilenlabels für ERL SHALL davon getrennt bleiben.
#### Scenario: Fehler nennt Zeile
- **WHEN** in Zeile 42 eines Programms ein Laufzeitfehler ohne Handler auftritt
- **THEN** nennt die Fehlermeldung Zeile 42
#### Scenario: Fehler aus Projektbibliothek
- **WHEN** lib.bas in physischer Zeile 2 einen Fehler auslöst und über app.mak aufgerufen wird
- **THEN** nennt die Meldung lib.bas und Zeile 2 statt einer verketteten Projektzeile