Leitbild und Performance-Anforderungen verankern

- README: Leitbild Re-Imagination (Stufe 1 originalgetreu, Stufe 2
  additive Anreicherung fuer CLI-/TUI-Tool-Entwicklung)
- PLAN: Leitplanken (Online-Doku als Primaerquelle, Performance als
  Anforderung: Instant-Compile, Projekt-Build in Sekunden, Executable
  ohne Toolchain), Stufe-2-Ideenspeicher, Benchmark-Aufgaben in Phase 2
- tbvm-design: Performance-Abschnitt (Single-Pass, inkrementell,
  typisierte Opcodes, Slot-Aufloesung zur Compilezeit, Messlatten)

Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
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PLAN.md
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@@ -10,11 +10,36 @@ Konvention: `[ ]` offen · `[x]` erledigt · `[~]` in Arbeit
## Leitplanken
- **Referenzverhalten schlägt Eleganz.** Bei Zweifeln zählt das beobachtbare
Verhalten des Vorbilds (inkl. Fehlercodes, Rundung, Formatierung), nicht
das, was „richtiger" wäre. Abweichungen werden dokumentiert.
- **Re-Imagination, nicht Emulation** (2026-09-01): Ziel ist ein BASIC zum
Bauen von Terminal-Tools (CLI und TUI). Stufe 1 ist die getreue
Nachbildung von UI/UX, Sprachstandard und Standardbibliothek des Vorbilds
— rekonstruiert aus vorhandener Online-Dokumentation (Manuals auf
archive.org, Wiki-Referenzen, zeitgenössische Artikel). Stufe 2 (nach
Phase 6) reichert die Sprache bewusst um Elemente außerhalb des Vorbilds
an; Erweiterungen sind additiv und brechen den Kernstandard nicht.
- **Referenzverhalten schlägt Eleganz — innerhalb von Stufe 1.** Bei Zweifeln
zählt das dokumentierte Verhalten des Vorbilds (inkl. Fehlercodes, Rundung,
Formatierung), nicht das, was „richtiger" wäre. Wo das Vorbild aber mit der
heutigen Plattform kollidiert (Codepages, DOS-Hardware, Segmente), gewinnt
die Plattform; solche Abweichungen werden in der Sprachreferenz dokumentiert.
- **Markenrecht:** Der Name des Vorbilds wird in Code, Doku und Artefakten
nicht verwendet. Wir sprechen vom „Vorbild" bzw. „dem Dialekt".
- **Performance ist Anforderung, nicht Politur** (2026-09-01):
- **Instant-Compile:** Der Compiler übersetzt so schnell, dass der Benutzer
nie auf einen Build wartet — Start aus der IDE fühlt sich wie beim
Vorbild an (Run drücken, Programm läuft). Budget: ein komplettes Projekt
kompiliert **in Sekunden** und liefert ein ausführbares Ergebnis;
einzelne Module im Millisekundenbereich.
- Architektur-Konsequenzen: Single-Pass-Design (Lexer/Parser/Codegen ohne
teure globale Analysen), modulweise inkrementelle Übersetzung (nur
Geändertes neu), keine Optimierungspasses, die den Turnaround kosten —
Schnelligkeit der VM kommt aus dem VM-Design, nicht aus einem Optimizer.
- **Schnelle Ausführung:** Die TBVM führt generierten Code zügig aus
(Details in docs/tbvm-design.md, Abschnitt „Performance"); Messlatte via
Benchmarks ab Phase 2.
- `tbdosc build --exe` erzeugt Executables **ohne** Compiler-/Linker-
Toolchain beim Anwender (vorkompilierter Runner + angehängtes `.tbc`) —
damit bleibt auch der Weg zum verteilbaren Binary im Sekundenbereich.
- **Jede Phase endet mit lauffähigen Tests** gegen eine wachsende
Kompatibilitäts-Testsuite (Verzeichnis `tests/compat`, geplant).
@@ -23,6 +48,12 @@ Konvention: `[ ]` offen · `[x]` erledigt · `[~]` in Arbeit
## Phase 0 — Exploration und Grundsatzentscheidungen
### 0.1 Sprach- und Bibliotheksreferenz rekonstruieren
Primärquelle ist vorhandene Online-Dokumentation (archive.org-Manuals,
Wiki-Referenzen zur QB/PDS-Familie, zeitgenössische Artikel, Screenshots).
Emulator-Sessions nur noch als Rückfallebene für Detailfragen, die die
Dokumentation nicht beantwortet.
- [~] Sprachreferenz zusammentragen: Anweisungen, Funktionen, Operatoren,
Typsystem (INTEGER, LONG, SINGLE, DOUBLE, STRING, CURRENCY,
feste Strings, `TYPE…END TYPE`), Typ-Suffixe (`% & ! # $ @`),
@@ -37,6 +68,9 @@ Konvention: `[ ]` offen · `[x]` erledigt · `[~]` in Arbeit
→ [docs/dateiformate.md](docs/dateiformate.md)
- [x] Laufzeitfehler-Katalog (Codes + Meldungstexte) erfasst und als
`tb_runtime::errors` implementiert (inkl. Tests)
- [~] IDE-UX-Referenz: Menüstruktur, Fensterverwaltung, Farbschema,
Tastenbelegung, Editor-Verhalten des Vorbilds
→ [docs/ide-referenz.md](docs/ide-referenz.md)
- [~] Testkorpus aufbauen: kleine Referenzprogramme, deren erwartete Ausgabe
dokumentiert ist → erste Programme in `tests/compat/`, Harness folgt
mit Phase 2 (`tbdosc run` + Ausgabevergleich)
@@ -113,6 +147,9 @@ in der Sprachreferenz unter „Abweichungen" dokumentiert.
- [ ] Fehlerbehandlung: `ON ERROR GOTO/RESUME`, `ERR`/`ERL`, Fehlerkaskaden
- [ ] Unterbrechbarkeit: Tick-Grenzen, Breakpoints, Einzelschritt,
Variableninspektion (Grundlage für IDE-Debugger)
- [ ] Benchmarks in `benches/`: Compile-Budget messen (Projekt ≈50k Zeilen
< 1 s, einzelnes Modul < 50 ms) und VM-Durchsatz (Schleifen/Strings);
Ergebnisse in docs/tbvm-design.md festhalten
- [ ] Meilenstein: Konsolen-Testkorpus läuft mit korrekter Ausgabe (`tbdosc run`)
## Phase 3 — Laufzeitbibliothek (`tb-runtime`) und Bildschirm (`tb-ui::screen`)
@@ -166,6 +203,23 @@ in der Sprachreferenz unter „Abweichungen" dokumentiert.
---
## Stufe 2 — Anreicherung (nach Phase 6, Ideenspeicher)
Bewusste Erweiterungen jenseits des Vorbilds — additiv, der Kernstandard
bleibt gültig. Noch nichts davon ist beschlossen; Sammlung wächst:
- Sprachkomfort: `OPTION EXPLICIT`, Zeilenfortsetzung, `BYVAL` überall,
längere Bezeichner, `&&`-Literale? (jeweils opt-in)
- Terminal von heute: Bildschirmgrößen jenseits 80×25, 256/24-Bit-Farben,
Scrollback, Resize-Ereignisse als Forms-Ereignis
- Neue Steuerelemente (Tabelle/Grid, Baum, Statusleiste) im Stil der
Forms-Engine
- Standardbibliothek: Prozessaufrufe mit Pipes, Umgebungs-/Argument-Handling
für CLI-Tools, JSON/CSV, HTTP-Client, Pfad-/Verzeichnisfunktionen
- Verteilung: `tbdosc build --exe` als Single-File-Tool-Baukasten
---
## Offene Fragen
- Umgang mit `CURRENCY` (`@`): als i64-Festkomma (×10 000) — klären, ob das

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@@ -1,12 +1,29 @@
# Terminal Basic
Eine plattformübergreifende Re-Implementierung des letzten großen BASIC-Dialekts
Eine plattformübergreifende **Re-Imagination** des letzten großen BASIC-Dialekts
für DOS (1992) — Sprache, Laufzeitbibliothek, Forms-Engine und IDE — in Rust,
mit [Ratatui](https://ratatui.rs) als Terminal-UI-Schicht.
> Dieses Projekt ist eine unabhängige Neuentwicklung und steht in keiner
> Verbindung zu Microsoft. Produktnamen Dritter werden bewusst nicht verwendet.
## Leitbild
Terminal Basic ist keine sklavische 1:1-Reimplementierung, sondern eine
spirituelle Neuauflage: ein BASIC, mit dem man heute **Terminal-Tools baut**
CLI-Werkzeuge ebenso wie TUI-Anwendungen. Der Weg dorthin:
1. **Erst die Re-Imagination:** gleiche UI/UX wie das Vorbild, gleicher
Sprachstandard, gleiche Standardbibliothek. Wer das Vorbild kannte, fühlt
sich sofort zu Hause; bestehende Programme laufen weitgehend unverändert.
2. **Dann die Anreicherung:** über die Zeit kommen bewusst Elemente außerhalb
des Vorbilds dazu (moderne Terminal-Fähigkeiten, Sprachkomfort,
Bibliotheken). Erweiterungen sind additiv und brechen den Kernstandard
nicht.
Wo Alt und Neu kollidieren, gewinnt die Plattform von heute — deshalb z. B.
durchgängig UTF-8 statt Codepage 437 und keine Emulation von DOS-Hardware.
## Ziele
- **Volle Sprachkompatibilität**: alle Sprachelemente des Dialekts —

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@@ -78,6 +78,39 @@ Ressource an (Anhängen ans Binary + Fußzeile mit Offset/Magic; portabel für
alle drei Plattformen). Alternative — `include_bytes!` + Cargo-Build beim
Nutzer — verworfen: erfordert Rust-Toolchain beim Anwender.
## Performance
**Compiler (Instant-Compile, Anforderung siehe PLAN.md):**
- Single-Pass pro Modul: Lexen, Parsen und Codegen in einem Durchlauf;
Vorwärtsreferenzen (Prozeduren, Labels) über Fixup-Listen statt zweitem
Pass. Die Sprache ist dafür gemacht — das Vorbild kompilierte auf
1992er-Hardware gefühlt sofort.
- Modulweise inkrementell: `.BAS`/`.FRM` werden unabhängig zu Bytecode-
Einheiten übersetzt und beim Build nur zusammengebunden; die IDE
recompiliert nur geänderte Module (Hash über Quelltext).
- Keine Optimierungspasses. Erlaubt sind nur Gratis-Optimierungen im
Codegen (Konstantenfaltung im Ausdruck, Peephole beim Emit).
- Budget als Test verankern (Phase 2): Benchmark-Projekt (~50k Zeilen)
muss unter 1 s kompilieren (Release-Build der Toolchain, Referenzrechner);
einzelnes Modul < 50 ms.
**VM-Ausführung:**
- Alle Namen werden zur Compilezeit aufgelöst: Variablen/Parameter sind
Slot-Indizes, Prozeduren Tabellenindizes — zur Laufzeit keine
Hash-Lookups.
- Statische Typen des Dialekts ausnutzen: typisierte Opcodes
(`ADD_I16`, `ADD_F64`, `CONCAT` …) statt generischem Dispatch über
`Value`-Tags in heißen Pfaden.
- Dichte Opcodes, `match`-Dispatch in einer engen Schleife; Tick-Prüfung
(Events/Breakpoints) nur an Anweisungsgrenzen über ein einzelnes
Flag-Wort, nicht pro Opcode.
- Strings immutabel via `Rc<str>` (Kopien sind Pointer-Kopien);
Konstantenpool dedupliziert.
- Messlatte (Phase 2, Benchmarks in `benches/`): typische
Schleifen-/String-Lasten mindestens ~100× schneller als das Vorbild auf
Originalhardware; Richtwert grob Lua-Interpreter-Klasse, gemessen und
dokumentiert statt geraten.
## Offene Punkte
- Opcode-Satz konkret ausformulieren (mit Phase 2)