# Sprachreferenz Terminal Basic Rekonstruierte Referenz des Dialekts (DOS-BASIC, Stand 1992: prozedurale BASIC-Familie mit Forms-Erweiterung). Dieses Dokument ist die verbindliche Grundlage für Frontend und Runtime. Offene Detailfragen sind ausgeräumt (Stand 2026-09-04); wo die Original-Dokumentation schweigt, steht an Ort und Stelle eine datierte Entscheidung mit Begründung. **Primärquellen:** Original-Hilfedateien des Vorbilds als HTML unter https://dos-help.soulsphere.org/ (`qck.hlp` Quick Reference, `advr.hlp` Details, `ener.hlp` Fehlermeldungen; Vergleich PDS 7.1: `bas7qck.hlp`) sowie das Original-README der Professional Edition. Aussagen ohne ausgewiesene Entscheidung sind daraus belegt; die Themenlisten von `bas7advr.hlp` und `qb45advr.hlp` bilden zusammen das Vollständigkeits-Inventar (docs/inventar.md). **Guiding Principle:** Die Original-Dokumentation führt. Jedes dort dokumentierte Sprachelement wird unterstützt oder — nur nach expliziter Non-Feature-Entscheidung des Projektinhabers — mit einer klaren Fehlermeldung abgewiesen. **Bewusste Abweichungen und Non-Features** stehen am Ende dieses Dokuments; nur diese Liste rechtfertigt Abweisungen. --- ## 1. Lexik - **Zeilenorientiert.** Eine logische Zeile enthält eine oder mehrere Anweisungen, getrennt durch `:`. **Zeilenfortsetzung:** `_` als letztes Zeichen (mit vorangehendem Leerzeichen/Tab) setzt die Zeile fort — im Vorbild für extern erstellten Code gedacht (der IDE-Editor fügt fortgesetzte Zeilen beim Laden zusammen); Terminal Basic akzeptiert es überall. - **Zeilennummern** sind optional und wirken als Labels. Alphanumerische **Labels** enden mit `:` am Zeilenanfang (`Fehler:`). - **Kommentare:** `REM` (ganze Anweisung) und `'` (bis Zeilenende). `REM`/`'` am Zeilenanfang mit `$STATIC`/`$DYNAMIC`/`$INCLUDE: 'datei'` sind **Metabefehle**. - **Bezeichner:** Buchstabe, dann Buchstaben/Ziffern/`.`/`_`, max. 40 Zeichen, case-insensitiv. Optionales Typ-Suffix als letztes Zeichen. (`_` in Bezeichnern ist eine dokumentierte Neuerung des Vorbilds.) - **Typ-Suffixe:** `%` INTEGER · `&` LONG · `!` SINGLE · `#` DOUBLE · `$` STRING · `@` CURRENCY. `name`, `name%`, `name$` sind **verschiedene Variablen**. - **Keywords** sind reserviert und case-insensitiv; die IDE normalisiert auf Großschreibung. - **Numerische Literale:** dezimal (`123`, `1.5`, `1.5E3`, `1D3` für DOUBLE), hexadezimal `&HFF`, oktal `&O777`; Suffixe erzwingen den Typ (`10%`, `10&`, `1.5!`, `1.5#`, `2.5@`). Ohne Suffix gilt: Ganzzahl im INTEGER-Bereich → INTEGER; Hex/Oktal ohne `&`-Suffix → 16 Bit (INTEGER), mit `&` → LONG; `E`-Exponent → SINGLE, `D`-Exponent → DOUBLE; Dezimalpunkt-Wert: **Entscheidung (2026-09-02):** bis 7 signifikante Stellen → SINGLE, darüber → DOUBLE. (Die Original-Hilfe nennt widersprüchlich eine 15-Stellen-Schwelle, die SINGLE-Präzision verlöre; wir legen die Schwelle auf die SINGLE-Genauigkeit — präzisionserhaltende Auslegung.) Ganzzahl außerhalb des LONG-Bereichs wird Gleitkommawert (kein Fehler). - **String-Literale:** `"…"`; doppeltes `""` ergibt ein Anführungszeichen. ## 2. Typsystem | Typ | Suffix | Repräsentation | Wertebereich | |---|---|---|---| | INTEGER | `%` | i16 | −32 768 … 32 767 | | LONG | `&` | i32 | −2 147 483 648 … 2 147 483 647 | | SINGLE | `!` | f32 | ±3.4E38 | | DOUBLE | `#` | f64 | ±1.8E308 | | STRING | `$` | dynamischer Unicode-String | Länge 0 … 32 767 Zeichen | | STRING * n | — | fester String, n Zeichen | nur in `TYPE`/`DIM` | | CURRENCY | `@` | i64, Festkomma ×10 000 | ±922 337 203 685 477.5807 | - **Benutzerdefinierte Typen:** `TYPE name … END TYPE` mit Elementen fester Größe (numerische Typen, `STRING * n`, verschachtelte TYPEs). Kein dynamischer STRING in TYPE. - **Implizite Deklaration:** Erstverwendung deklariert die Variable. Ohne Suffix gilt der Standardtyp SINGLE, änderbar per `DEFINT/DEFLNG/DEFSNG/DEFDBL/DEFSTR/DEFCUR a–z` (buchstabenbereichsweise, wirkt pro Modul/Prozedur ab Deklaration). - `OPTION EXPLICIT` **existiert** (Neuerung des Vorbilds gegenüber der QB/PDS-Familie): erzwingt Deklaration aller Variablen (über COMMON, CONST, DEF FN, DIM, FUNCTION, REDIM, SHARED, STATIC oder SUB); gilt auch für das Direktfenster. - **Arrays:** `DIM a(10)`, `DIM a(1 TO 10, 0 TO 5)`. Untergrenze standardmäßig 0, per `OPTION BASE 1` änderbar. `$STATIC`/`$DYNAMIC` bzw. Kontext bestimmen statisch/dynamisch; `REDIM` (dynamisch, löscht Inhalt), `ERASE` (reinitialisiert statisch / gibt dynamisch frei). Max. **60 Dimensionen**, Indizes −32 767 … 32 767 (mit `TO`). `LBOUND`/`UBOUND` liefern Grenzen. (DOS-Speichergrenzen der Arrays — 64K/128K-Regeln — übernehmen wir nicht.) - **Konvertierung:** implizit zwischen numerischen Typen mit Rundung (Banker's Rounding bei `CINT`/`CLNG` und Zuweisung an Ganzzahl); Überlauf → Fehler 6. Keine implizite Konvertierung Zahl ↔ String (Fehler 13, Type mismatch). Die vollständige Konvertierungsmatrix (Ergebnistypen der Operatoren, Rundungs- und Überlaufregeln, Textdarstellung) steht in docs/tbvm-design.md und ist über `tests/compat/konvertierung.bas` ausführbar verankert (Phase 2, 2026-09-02). ## 3. Deklarationen und Sichtbarkeit - `DIM [SHARED] var[(dims)] [AS typ]` — `AS`-Klausel: INTEGER, LONG, SINGLE, DOUBLE, STRING, STRING * n, CURRENCY, benutzerdefinierter Typ. - `COMMON [SHARED] [/blockname/] liste` — modulübergreifend (Kette CHAIN-kompatibel im Vorbild; ohne `CHAIN` bleibt `COMMON` die Verknüpfung mehrerer Module eines Projekts — geklärt mit der Projektverwaltung in Phase 5). - `SHARED` (in Prozedur): Zugriff auf Modulebene-Variablen. - `STATIC` (in Prozedur): Variablen behalten Werte zwischen Aufrufen; `STATIC`-Attribut an `SUB`/`FUNCTION` macht alle lokalen Variablen statisch. - `CONST name = ausdruck` — Konstanten (konstante Ausdrücke zur Compilezeit). - `DECLARE SUB/FUNCTION name (parameter)` — Prototyp; die IDE erzeugt sie automatisch beim Speichern. ## 4. Operatoren (nach Priorität, hoch → niedrig) 1. `^` (Potenz) 2. unäres `-` 3. `*`, `/` (Fließkommadivision) 4. `\` (Ganzzahldivision; Operanden werden gerundet auf INTEGER/LONG) 5. `MOD` (Ganzzahlrest, Vorzeichen wie Dividend) 6. `+`, `-` (`+` auch String-Verkettung) 7. Vergleiche `= <> < > <= >=` (Zahlen und Strings; Strings codepoint-weise — Abweichung, s. u.) 8. `NOT` 9. `AND` 10. `OR` 11. `XOR` 12. `EQV` 13. `IMP` Logische Operatoren sind **bitweise** auf Ganzzahlen; Vergleichsergebnis ist INTEGER −1 (wahr) / 0 (falsch). ## 5. Kontrollfluss - `IF b THEN … [ELSE …]` (einzeilig) und Block-`IF … THEN / ELSEIF / ELSE / END IF` - `SELECT CASE ausdruck` mit `CASE wert`, `CASE a TO b`, `CASE IS >= x`, `CASE ELSE` - `FOR i = a TO b [STEP s] … NEXT [i]` (Grenzen werden einmal ausgewertet; Schleifenvariable numerisch) - `DO [WHILE|UNTIL b] … LOOP [WHILE|UNTIL b]`, `WHILE … WEND` - `EXIT FOR / EXIT DO / EXIT SUB / EXIT FUNCTION / EXIT DEF` - `GOTO ziel`, `GOSUB ziel` / `RETURN [ziel]` - `ON n GOTO liste`, `ON n GOSUB liste` (berechneter Sprung, 1-basiert; 0 oder > Anzahl: kein Sprung; negativ/>255: Fehler 5) - `END` (Programmende), `STOP` (Unterbrechung → im IDE-Kontext Debugger), `SYSTEM` (Programmende, im Vorbild „zurück zu DOS"). Runner-Verhalten (Entscheidung 2026-09-02): außerhalb der IDE beendet `STOP` das Programm mit der Meldung `STOP in line n` und Exit-Code ≠ 0; `END`/`SYSTEM`/Programmende liefern Exit-Code 0. `CONT` existiert nur als Direktmodus-Befehl der IDE (Phase 5) und ist nicht kompilierbar. - `SLEEP [sekunden]`, `DO EVENTS`/`DOEVENTS` (Ereignisse verarbeiten — zentral für Forms) ## 6. Prozeduren - `SUB name (p1 AS t, p2(), …) [STATIC] … END SUB`; Aufruf `CALL name(args)` oder `name args` (ohne Klammern). - `FUNCTION name (…) [STATIC] … name = wert … END FUNCTION`; Typ über Suffix oder `DEF…`-Regel. - **Parameterübergabe standardmäßig BYREF.** Klammern um ein Argument (`CALL f((x))`) erzwingen Wertübergabe. `BYVAL` nur in `DECLARE` für externe Routinen (entfällt bei uns; `BYVAL` allgemein zu erlauben wäre eine Erweiterung über den Kernstandard hinaus → Stufe 2, PLAN.md). - Arrays werden mit `name()` übergeben, TYPEs BYREF. - Rekursion erlaubt (außer bei `STATIC`-Semantik-Konflikten). - `DEF FNname (args) = ausdruck` und Block-`DEF FN … END DEF` (mit `EXIT DEF`); Aufruf `FNname(…)`. Nur auf Modulebene definier- und nutzbar, **nicht rekursiv**, Argumente by value, keine Arrays/Records/ Fixed-Strings als Argumente. ## 7. Fehlerbehandlung - Vollständige Syntax: `ON [LOCAL] ERROR {GOTO zeile/label | RESUME NEXT | GOTO 0}`. `LOCAL` installiert einen **prozedurlokalen** Handler; ohne `LOCAL` gilt der Handler modulweit. `GOTO 0` deaktiviert (in einem aktiven Handler: Fehler weiterreichen → Programmabbruch). - Im Handler: `RESUME` (fehlerauslösende Anweisung wiederholen), `RESUME NEXT`, `RESUME zeile/label`. - `ERR` (Code), `ERL` (Zeilennummer, nur numerische Zeilennummern!), `ERROR n` (Fehler auslösen). Fehlernummer 105 ist im Vorbild intern reserviert und sollte nicht via `ERROR n` verwendet werden. - Fehler im aktiven Handler → sofortiger Abbruch. Fehler ohne Handler → Abbruch mit Meldung „Fehlertext in Zeile n" bzw. Debugger in der IDE. - Fehlerkatalog: klassische Codes 1–76, ISAM-Codes 80–89, Forms-Codes 260–480 — vollständig implementiert in `tb-runtime/src/errors.rs`. ## 8. Ereignis-Traps (klassisch, ohne Forms) Vorhanden im Vorbild: `ON COM/KEY/PEN/PLAY/SIGNAL/STRIG/TIMER/UEVENT(…) GOSUB label` mit Steueranweisungen `… ON/OFF/STOP`, dazu das `EVENT`-Statement (auch für Forms-Ereignisse) und `SetUEvent`. Timer-Events und Trapping sind ausgesetzt, solange ein Menü-Control den Fokus hat. Für Terminal Basic relevant: `TIMER`, `KEY`, `UEVENT`, `SIGNAL`; `COM/PEN/PLAY/STRIG`: Nicht-Ziel (Fehler 73). **Traps und Wertebereiche** | Anweisung | Wertebereich | Quelle | |---|---|---| | `ON TIMER(n&) GOSUB ziel` | `n&` = 1–86 400 Sekunden | verstrichene Zeit | | `ON KEY(n%) GOSUB ziel` | `n%` = 0 (alle), 1–10 (F1–F10), 11 ↑, 12 ←, 13 →, 14 ↓, 15–25 (benutzerdefiniert), 30–31 (F11–F12) | Tastendruck | | `ON UEVENT GOSUB ziel` | — | `SetUEvent` | | `ON SIGNAL(n%) GOSUB ziel` | `n%` = 1 (`SIGINT`), 2 (`SIGTERM`) | Betriebssystem | `GOSUB 0` schaltet den jeweiligen Trap ab. Ein Wert außerhalb des Bereichs wird namentlich abgewiesen — zur Übersetzungszeit, wenn er konstant ist, sonst mit Fehler 5. **Maskierung.** Je Quelle `ON` (zustellen), `OFF` (verwerfen — auch ein unter `STOP` bereits gemerktes Ereignis) und `STOP` (höchstens eines merken und beim nächsten `ON` zustellen). `EVENT ON`/`EVENT OFF` klammern einen Abschnitt, in dem keine Ereignisse erkannt werden müssen; ein `EVENT STOP` gibt es nicht. **Zustellpunkte.** Anweisungsgrenze, `DOEVENTS`, während `SLEEP` und vor blockierender Eingabe — sonst nirgends. Ein zugestelltes Ereignis beendet ein laufendes `SLEEP`. **Wiedereintritt.** Der Eintritt in einen Handler führt selbsttätig `STOP` seiner Quelle aus, das `RETURN` selbsttätig `ON` — außer im Handler stand ein ausdrückliches `OFF`, dann bleibt die Quelle aus. **Benutzerdefinierte Trap-Tasten.** `KEY n, CHR$(flag) + CHR$(scancode)` erklärt für `n` = 15–25, welche Taste der zugehörige `ON KEY(n)`-Trap fängt — anders als für 1–10 und 30–31, wo dieselbe Anweisung ein Makro zuweist. `flag` ist das Tastaturflagbyte (1 rechte Umschalttaste, 2 linke, 4 Strg, 8 Alt), `scancode` der Scancode der Taste. Beispiel: `KEY 15, CHR$(4) + CHR$(30)` fängt Strg+A. **Festlegungen ohne Beleg im Vorbild** (2026-09-04; die Original-Hilfe verweist dazu auf ein nicht vorliegendes Kapitel des Programmer's Guide): - Eine Taste mit aktivem `ON KEY`-Trap erscheint **nicht** zusätzlich bei `INKEY$`/`INPUT`; sonst sähe ein Programm dieselbe Taste zweimal. - Sind mehrere Ereignisse zugleich fällig, gilt die Reihenfolge `KEY` (aufsteigend nach `n`), `TIMER`, `UEVENT`, `SIGNAL`; zugestellt wird eines je Zustellpunkt. - Zugestellt wird an jeder Anweisungsgrenze, auch innerhalb von `SUB`/`FUNCTION`; das Sprungziel liegt im Modulrumpf — dieselbe Regel wie beim modulweiten `ON ERROR`. - Die Bits des Tastaturflagbytes folgen der BIOS-Belegung. Linke und rechte Umschalttaste sind im Terminal nicht unterscheidbar; beide Bits gelten gleich. NumLock und CapsLock werden ignoriert. - Zeichen ohne Eintrag in der Scancode-Tabelle des Vorbilds können keinen benutzerdefinierten Trap auslösen. ## 9. Konsolen-E/A - `PRINT [#n,] liste` — Trennzeichen `;` (direkt anschließend) und `,` (nächste 14-Zeichen-Druckzone). Zahlen: führendes Leerzeichen bzw. `-`, nachgestelltes Leerzeichen. Abschluss ohne `;`/`,` → Zeilenumbruch. - `PRINT USING "format"; liste` — Formatzeichen (offizielle Liste): numerisch `#` Ziffer, `.` Dezimalpunkt, `,` Tausendertrennung, `+` Vorzeichen- position, `-` nachgestelltes Minus, `$$` führendes $, `**` Füllsterne, `**$` kombiniert, `^^^^` Exponent; String `&` ganz, `!` erstes Zeichen, `\ \` n Zeichen (Leerzeichen + 2); `_` Literal-Escape; alle anderen Zeichen literal. - **Feldüberlauf** (geklärt 2026-09-04): Passt ein Wert nicht in sein Feld, wird er vollständig ausgegeben und die Ausgabe mit `%` eingeleitet (`PRINT USING "##"; 12345` → `%12345`). Die Original-Hilfe listet das nicht; wir übernehmen das Verhalten der QB-Familie, weil ein stilles Abschneiden Zahlen verfälschen würde. - Vorzeichenangaben (`+` vorn, `+`/`-` hinten) belegen eine **eigene** Position neben den Ziffernstellen; `$$` und `**` bringen ihre Stellen dagegen mit. - Die Formatzeichenkette wird wiederholt, solange Werte übrig sind. Eine Zeichenkette ohne Feld bei vorhandenen Werten löst Fehler 5 aus. - `SetFormatCC(ländercode)` setzt das Zeichen für `$$`. Nur wenige Codes sind belegt (1 = `$`, 33 = `F`, 39 = `L`, 44 = `£`, 49 = `DM`, 81 = `¥`); alle übrigen behalten `$` — die Tabelle des Vorbilds ist nicht überliefert (dokumentierte Abweichung). - `INPUT ["prompt"{;|,}] var, …` (mit `;` vor Prompt: kein „? "); `LINE INPUT` (ganze Zeile in String). - `INKEY$` (nicht blockierend; "" wenn leer; erweiterte Tasten: 2-Zeichen-Sequenz `CHR$(0)+code` im Vorbild — Abweichung s. u.), `INPUT$(n [,#f])`. - `LOCATE [zeile][,spalte][,cursor an/aus][,start,ende]`, `CSRLIN`, `POS(0)` — arbeiten auf der tatsächlichen Bildschirmgröße (dynamisch, s. Abweichungen). - `COLOR [vg][,hg]` (vg 0–31: 16–31 = blinkend — bei uns als „hell" simuliert, Entscheidung 2026-09-02; hg 0–7), `CLS`, `WIDTH` (hebt den Puffer höchstens an, s. Abweichungen), `VIEW PRINT oben TO unten` (Scrollbereich). - `TAB(n)`, `SPC(n)` in PRINT-Listen. - `BEEP`, `SOUND freq, dauer` (Terminal-Bell / Nicht-Ziel, s. Abweichungen), `PLAY` (Nicht-Ziel). - **Funktionstasten-Makros** (Umfang geklärt 2026-09-03 aus der Original-Hilfe): - `KEY n, text$` belegt ein Makro. `n` ist 1–10 für F1–F10 sowie 30 und 31 für F11/F12; andere Werte lösen Fehler 5 aus. `text$` wird nach **15 Zeichen** abgeschnitten. - `KEY LIST` gibt alle zwölf Makros untereinander aus. - `KEY ON` blendet die Softkey-Zeile in der untersten Bildschirmzeile ein (Tastennummer plus die ersten sechs Zeichen des Makros), `KEY OFF` blendet sie aus. Solange sie sichtbar ist, endet der Scrollbereich darüber, damit die Ausgabe sie nicht überschreibt; ein danach gesetztes `VIEW PRINT` hat Vorrang. - `KEY(n) ON|OFF|STOP` **mit** Index ist Ereignissteuerung und kommt mit der Forms-Engine (Phase 4). - Abweichung: ein kompiliertes Programm startet mit **leeren** Makros; die Vorbelegung des Vorbilds gehörte zu dessen Interpreter-Oberfläche. ## 10. Datei-E/A - `OPEN datei$ [FOR modus] [ACCESS zugriff] [lock] AS [#]n [LEN=reclen]` Modi: `INPUT`, `OUTPUT`, `APPEND` (sequenziell), `RANDOM` (Standard), `BINARY`. - `CLOSE [#n, …]`, `RESET` (alle schließen). - Sequenziell: `PRINT #`, `PRINT # USING`, `WRITE #` (CSV-artig, Strings in `"…"`), `INPUT #`, `LINE INPUT #`, `EOF(n)`. - Random: `FIELD #n, breite AS var$…` (klassisch) **und** `GET/PUT #n [,satznr] [,var]` mit TYPE-Variablen; `LSET`/`RSET` für Feldpuffer. - Binary: `GET/PUT #n, [pos], var`, `SEEK #n, pos` / `SEEK(n)`, `LOC(n)`, `LOF(n)`. - Verwaltung: `NAME alt$ AS neu$`, `KILL datei$`, `FILES [muster$]`, `CHDIR`, `MKDIR`, `RMDIR`, `FILEATTR`, `FREEFILE`. - Pfade: plattformneutral; `/` und `\` werden akzeptiert. ## 10a. ISAM (indizierter Satzzugriff) ISAM der Professional-Edition des Vorbilds wird unterstützt (Entscheidung 2026-09-02). Das Dateiformat beschreibt [dateiformate.md](dateiformate.md#isam-datenbank-open--for-isam). - `OPEN datenbank$ FOR ISAM typname tabellenname$ AS [#]n` bindet eine Tabelle an eine Dateinummer; die Felder des benannten `TYPE` sind ihre Spalten. Die Tabelle entsteht beim ersten Öffnen. `CLOSE` löst die Bindung; jede Operation außerhalb einer Transaktion ist für sich schon festgeschrieben. Eine laufende Transaktion lässt `CLOSE` unberührt — über ihr Ende entscheiden `COMMITTRANS` und `ROLLBACK ALL`; eine beim Programmende offene Transaktion bleibt wirkungslos. - Indizes: `CREATEINDEX [#]n, indexname$, eindeutig%, spalte$[, spalte$]…`, `DELETEINDEX [#]n, indexname$`, `SETINDEX [#]n[, indexname$]`, `GETINDEX$(n)`. `SETINDEX` ohne Namen wählt den NULL-Index (Einfügereihenfolge); `GETINDEX$` liefert dafür einen leeren String. - Sätze: `INSERT`, `RETRIEVE`, `UPDATE` (je `[#]n, satzvariable`) und `DELETE [#]n` auf dem aktuellen Satz. - Cursor: `MOVEFIRST`, `MOVELAST`, `MOVENEXT`, `MOVEPREVIOUS` (je `[#]n`) in der Ordnung des aktiven Index; `EOF(n)` und `BOF(n)` melden das Überlaufen am Ende bzw. am Anfang. - Suche: `SEEKEQ`, `SEEKGT`, `SEEKGE` (je `[#]n, schlüsselwert[, …]`). Ein mehrspaltiger Index lässt sich mit einem Präfix seiner Spalten durchsuchen; `SEEKEQ` mit unvollständigem Schlüssel schlägt dabei immer fehl (wie im Vorbild), `SEEKGE` und `SEEKGT` positionieren auf dem ersten passenden Satz. Über den NULL-Index lässt sich nicht suchen (Fehler 87). - Tabellen: `DELETETABLE datenbank$, tabellenname$`. - Transaktionen: `BEGINTRANS`, `COMMITTRANS`, `SAVEPOINT` (Funktion, liefert die Kennung), `ROLLBACK [kennung]` und `ROLLBACK ALL`. - `LOF(n)` liefert für eine ISAM-Dateinummer die Satzzahl der Tabelle, `LOC(n)` die Kennung des aktuellen Satzes (0 = unpositioniert). - Cursorlage wie im Vorbild: nach `SETINDEX` ist der erste Satz der neuen Ordnung der aktuelle; nach `DELETE` der auf den gelöschten folgende, und war der gelöschte der letzte, steht der Cursor am Ende der Tabelle ohne aktuellen Satz. - Fehlercodes 81–89 (`ERR`): 81 ungültiger Name, 82 Tabelle nicht gefunden, 83 Index nicht gefunden, 84 ungültige Spalte, 85 kein aktueller Satz, 86 Verstoß gegen einen eindeutigen Index, 87 unzulässige Operation auf dem NULL-Index (Suche), 88 Datenbank inkonsistent, 89 ISAM-Puffer zu klein. **Sortierordnung der Indizes.** Textspalten ordnen nach **Unicode-Codepoints**; Groß- und Kleinschreibung werden **unterschieden**. Es ist dieselbe Ordnung, die der Vergleichsoperator des Dialekts auf Strings anwendet — ein Programm kann die Satzreihenfolge damit vorhersagen. Praktisch heißt das: alle Großbuchstaben `A`–`Z` stehen vor allen Kleinbuchstaben `a`–`z`, und Zeichen jenseits von ASCII (`Ä`, `ß`, `€`) stehen nach beiden, in der Reihenfolge ihrer Codepoints. Beispiel: `Apfel` < `Birne` < `apfel` < `birne` < `Äpfel`. Eine sprachabhängige (locale-abhängige) Sortierung gibt es bewusst nicht: sie machte die Reihenfolge plattformabhängig. Das Vorbild ordnete nach den Zeichencodes einer festen Codepage; Codepoints sind die direkte Entsprechung unter der Unicode-Entscheidung dieses Projekts. **Absteigende Indexspalten** (Erweiterung). Die Original-Hilfe kennt bei `CREATEINDEX` keine Sortierrichtung. Terminal Basic ordnet eine Spalte absteigend, wenn ihrem Namen ein `-` vorangestellt ist: ```basic CREATEINDEX #1, "NachPreis", 0, "Nachname", "-Preis" ``` Das ist kollisionsfrei, weil ein Feldname einer `TYPE`-Anweisung nie mit `-` beginnen kann; Programme des Vorbilds bleiben unverändert gültig. **`SETMEM` und Fehler 89** (Abweichung). Im Vorbild veränderte `SETMEM(n&)` den DOS-Fern-Heap um `n` Bytes. Ein DOS-Speichermodell gibt es hier nicht; stattdessen ist `SETMEM` die Obergrenze des ISAM-Puffers: sie wird um `n` Bytes verändert (negativ verkleinert, positiv vergrößert) und die danach verfügbare Größe geliefert. Der Vorgabewert ist **65536 Bytes**. Gegen die Grenze zählen die Satzbytes einer laufenden Operation und das Rücknahmeprotokoll einer offenen Transaktion. Reicht der Puffer für eine Operation nicht aus, tritt Laufzeitfehler 89 („ISAM - Insufficient ISAM buffers") auf — nicht ein generischer Fehler und kein stiller Abbruch. ## 11. Eingebaute Funktionen (Katalog) **Strings:** `LEN`, `LEFT$`, `RIGHT$`, `MID$` (Funktion **und** Anweisung), `INSTR([start,] s$, such$)`, `UCASE$`, `LCASE$`, `LTRIM$`, `RTRIM$`, `SPACE$`, `STRING$(n, zeichen|code)`, `ASC`, `CHR$`, `STR$`, `VAL`, `HEX$`, `OCT$`, `LSET`/`RSET` (Anweisungen). **Mathematik:** `ABS`, `SGN`, `INT` (abrunden), `FIX` (Richtung 0), `SQR`, `EXP`, `LOG`, `SIN`, `COS`, `TAN`, `ATN`, `RND[(n)]`, `RANDOMIZE [saat]`, `CINT`, `CLNG`, `CSNG`, `CDBL`, `CCUR`. **Zufallszahlen.** Der Generator ist der lineare Kongruenzgenerator des Vorbilds auf 24 Bit: `zustand = (zustand · &H FD43FD + &H C39EC3) MOD 2^24`, Ergebnis `zustand / 2^24` als SINGLE im Bereich [0, 1). `RND` und `RND(n)` mit `n > 0` liefern die nächste Zahl, `RND(0)` wiederholt die zuletzt gelieferte, `RND(n)` mit `n < 0` setzt den Zustand aus dem Argument. `RANDOMIZE saat` bildet aus der Saat 16 Bit, die die Bits 8–23 des Zustands besetzen; das niederwertige Byte ist fest — damit liefert dieselbe Saat stets dieselbe Folge, unabhängig von vorherigen `RND`-Aufrufen. `RANDOMIZE` ohne Argument fragt den Startwert mit `Random Number Seed (-32768 to 32767)?` ab. **Datum/Zeit:** `DATE$` (Funktion und Anweisung — Setzen: Nicht-Ziel), `TIME$`, `TIMER` (Sekunden seit Mitternacht, SINGLE); dazu die nativen Schlüsselwörter des Vorbilds (Neuerung ggü. QB/PDS): `NOW`, `DATESERIAL`, `DATEVALUE`, `TIMESERIAL`, `TIMEVALUE`, `DAY`, `MONTH`, `YEAR`, `WEEKDAY`, `HOUR`, `MINUTE`, `SECOND` (serielle Datumswerte als DOUBLE) sowie `FORMAT$` (Zahlen-, Datums-/Zeitformatierung). **Sonstiges:** `LBOUND`, `UBOUND`, `FRE(…)` (freier Speicher — liefert bei uns Pseudowerte), `VARPTR`/`VARSEG`/`SADD`/`PEEK`/`POKE` → Nicht-Ziel (Fehler 73), `ENVIRON$`, `COMMAND$`, `SHELL [cmd$]`. **DATA:** `DATA konstanten`, `READ var, …`, `RESTORE [label]`. ## 12. Forms-Anbindung (Details in forms-referenz.md) `form.eigenschaft = wert`, `form!steuerelement.eigenschaft`, Ereignisprozeduren `SUB name_Ereignis (…)`, `LOAD`/`UNLOAD form`, `form.SHOW [style%]` (0 = modeless, Standard; 1 = modal), `form.HIDE`, `DOEVENTS()`, `SCREEN`-Objekt, Datentypen `FORM`/`CONTROL`, `IF TYPEOF`, `$FORM`-Metabefehl, Include-Dateien (Konstanten-`.BI`). Dialoge: - `MSGBOX msg$ [,type% [,title$]]` (Anweisung) bzw. Funktion → INTEGER. `type%` = Buttons (0 OK · 1 OK/Cancel · 2 Abort/Retry/Ignore · 3 Yes/No/Cancel · 4 Yes/No · 5 Retry/Cancel) + Default-Button (0/256/512). Rückgabe 1 OK · 2 Cancel/Esc · 3 Abort · 4 Retry · 5 Ignore · 6 Yes · 7 No. Keine Icon-Flags (Textmodus). msg$ max. 1024 Zeichen, modal. - `INPUTBOX$(prompt$ [,title$ [,default$ [,xpos%, ypos%]]])` → STRING; Cancel liefert `""`; Position in **Zeichen**, sonst zentriert; Dialog fest 46×16 Zeichen; prompt$ max. 255 Zeichen. --- ## Abweichungen vom Vorbild (beschlossen) 1. **UTF-8/Unicode statt CP437** (2026-09-01). Konsequenzen: - STRING ist eine Folge von Unicode-Zeichen (Codepoints); `LEN` zählt Zeichen, nicht Bytes. `ASC`/`CHR$` arbeiten auf Codepoints (`CHR$(9731)` = „☃"). `ASC("")` bleibt Fehler 5. - String-Vergleich codepoint-weise (keine CP437-Sortierung). - Der Bildschirmpuffer speichert Unicode-Zeichen; Rahmen werden mit Unicode-Box-Drawing gezeichnet. - Zeichen mit Darstellungsbreite 2 (Emoji, CJK) **belegen zwei Zellen** (Entscheidung 2026-09-02, umgesetzt): der Cursor rückt um zwei Spalten vor, `POS` nennt die Anfangsspalte, `LOCATE` auf die zweite Hälfte wirkt auf den Zeichenanfang. Passt ein breites Zeichen nicht mehr in die Zeile, wandert es als Ganzes in die nächste und die letzte Spalte bleibt leer. Wird eine Hälfte überschrieben, verschwindet die andere. Zeichen der Breite 0 (kombinierende Zeichen) belegen vorerst eine eigene Zelle. - `GET`/`PUT`-Records: feste Strings (`STRING * n`) werden als **UTF-32** gespeichert (4 Bytes/Zeichen, feste Record-Länge) — Binärdateien sind dadurch bewusst inkompatibel zum Vorbild (Entscheidung 2026-09-02). 2. **Keine Hardware-Nähe** (bestätigt 2026-09-02): `PEEK`/`POKE`/`INP`/ `OUT`/`WAIT`/`BLOAD`/`BSAVE`/`VARPTR`/`VARSEG`/`SADD`/`CALL ABSOLUTE`/ `CALL INTERRUPT`/`IOCTL` werden bereits **zur Compile-Zeit** mit der Meldung „Feature unavailable" abgewiesen (kein Laufzeitfehler). Ebenso abgewiesen: die Interlanguage-Schnittstelle (`CALLS`, `SSEG`, `SSEGADD`, `StringAddress`/`StringAssign`/`StringLength`/ `StringRelease`), die Eingabegeräte `PEN`, `STRIG`, `STICK` und die serielle Schnittstelle (`COM`, `ON COM`, `OPEN "COMn:"`). 3. **`INKEY$` für erweiterte Tasten** liefert `CHR$(0) + code`-Sequenzen mit den klassischen Scancodes, damit bestehender Code funktioniert (festgelegt 2026-09-04): F1–F10 = 59–68, Pos1 = 71, ↑ = 72, Bild↑ = 73, ← = 75, → = 77, Ende = 79, ↓ = 80, Bild↓ = 81, Einfg = 82, Entf = 83. Zeichentasten liefern ein Zeichen, Eingabe `CHR$(13)`, Rückschritt `CHR$(8)`, Esc `CHR$(27)`, Tabulator `CHR$(9)`. Strg+C und Strg+Untbr sind Abbruch und erscheinen nicht in `INKEY$`. Tasten heutiger Tastaturen ohne Entsprechung im Vorbild (etwa F11/F12 oder Meta- Kombinationen) liefern nichts — eine eigene Kodierung dafür wäre eine Erweiterung und gehört in Stufe 2. 4. **Kein `CHAIN`/Overlay-Mechanismus**; `SHELL` startet die System-Shell. 5. **Grafik-Anweisungen** (`SCREEN n>0`, `PSET`, `PRESET`, `LINE`, `CIRCLE`, `PAINT`, `DRAW`, Grafik-`GET`/`PUT`, `PALETTE`, `WINDOW`, `VIEW`, `PMAP`, `PCOPY`, `POINT`) sind Nicht-Ziel und werden **zur Compile-Zeit** mit „Feature unavailable" abgewiesen. Die Formen, die sich ein Schlüsselwort mit einer unterstützten Anweisung teilen, erkennt der Compiler an ihrer Syntax: `LINE` ohne `INPUT`, `GET`/`PUT` mit `(`, `VIEW` ohne `PRINT`. Hinweis: das Vorbild **hatte** die Grafikmodi 0–13, aber nicht gleichzeitig mit Forms (dort Fehler 272 „Invalid when forms are showing") — wir übernehmen nur den Forms-/Textmodus-Zweig. 6. **`PLAY`/`SOUND`**: `BEEP` = Terminal-Bell; Rest Nicht-Ziel (Fehler 73). 5a. **`LPRINT` schreibt in eine Datei** (2026-09-03): einen plattformübergreifenden Druckerkanal gibt es nicht. Der Druckerpuffer geht am Programmende in `LPT1.TXT` im aktuellen Verzeichnis; `LPOS` nennt die Spalte in diesem Puffer. 5b. **Satzsperren** (`LOCK`/`UNLOCK`) prüfen nur, ob die Datei offen ist; eine echte Sperre bietet die Plattform nicht einheitlich. `FILEATTR` liefert nur die Modus-Kennzahl (Argument 1); das Betriebssystem-Handle bildet der Dialekt nicht ab und liefert 0. 5c. **`CHDRIVE`** ist außerhalb von Windows folgenlos — Laufwerksbuchstaben gibt es dort nicht. 6a. **Uhr in Ortszeit, mit Rückfall auf UTC** (2026-09-04): `DATE$`, `TIME$`, `TIMER` und `NOW` rechnen in der Zeitzone des Rechners; `TIMER` zählt ab der **lokalen** Mitternacht. Der Versatz wird für den jeweils abgefragten Zeitpunkt bestimmt, nicht einmal beim Start — ein Programm, das über eine Zeitumstellung hinweg läuft, folgt ihr. Lässt sich die Zone des Rechners nicht ermitteln, gilt UTC; das Programm läuft weiter, und der Runner meldet es einmal beim Start auf der Fehlerausgabe („Zeitzone nicht ermittelbar …"). `DATE$ = …` und `TIME$ = …` stellen nicht die Systemuhr, sondern einen programmeigenen Versatz auf die Ortszeit; alle Zeitfunktionen rechnen ihn mit ein. 6b. **Serielle Datumswerte** zählen Tage ab dem 30.12.1899 (Serie 2 = 1.1.1900), der Nachkommaanteil ist die Tageszeit. `WEEKDAY` liefert 1 für Sonntag. Zweistellige Jahre gelten in `DATESERIAL` als 19xx, in `DATEVALUE` als 20xx unter 80 und sonst als 19xx. 7. **Dynamische Bildschirmgröße** (2026-09-02): kein festes 80×25 — der Bildschirm folgt der Terminalgröße (Mindestgröße 80×25, darunter nur ein Hinweis). `CSRLIN`/`POS`/`LOCATE`/`VIEW PRINT` und das `SCREEN`-Objekt arbeiten auf der tatsächlichen Größe. `WIDTH 40/80` wird akzeptiert, ändert aber nichts (die Größe bestimmt das Terminal). 80×25 ist überall nur die **untere Schranke der Darstellung**, nie eine Bildschirmgröße im Verhalten des Programms. Ändert sich die Größe **während der Ausführung**, wird das zugestellt: der Inhalt bleibt oben links erhalten, der Cursor wird in die neuen Grenzen geklemmt, und ein `VIEW PRINT`-Bereich wird am unteren Rand geklemmt bzw. — wenn er ganz vom Schirm fällt — auf den vollen Bildschirm zurückgesetzt. 8. **`SIGNAL` liegt auf Betriebssystemsignalen** (2026-09-04): Im Vorbild trappte `ON SIGNAL(n%)` OS/2-Signale — Prozessflags A/B/C, ausgelöst über `DOSFLAGPROCESS` aus einem anderen Prozess; einen Wertebereich für `n%` dokumentierte die Hilfe nicht. Diese Quelle existiert auf keiner Zielplattform. Abgebildet wird deshalb die minimale Menge, die auf allen dreien besteht: `SIGNAL(1)` = `SIGINT`, `SIGNAL(2)` = `SIGTERM`. Die vier übrigen Signale des C-Standards (`SIGABRT`, `SIGFPE`, `SIGILL`, `SIGSEGV`) entstehen aus dem eigenen Programmzustand und sind nach einem `RETURN` nicht fortsetzbar; sie werden nicht abgebildet. Unter Windows ist `SIGTERM` von außen nicht zustellbar — `SIGNAL(2)` bleibt dort wirkungslos. Trifft `SIGINT` ohne aktiven Trap ein, bleibt es beim bisherigen Abbruch.