## ADDED Requirements ### Requirement: Korpusabdeckung der Phase-3-Semantik Der Korpus SHALL um Referenzprogramme mit dokumentierter Sollausgabe für die Bildschirmsteuerung (`LOCATE`, `COLOR`, `CLS`, `VIEW PRINT`-Scrollen, `CSRLIN`/`POS`, Zurücklesen per `SCREEN`), die Formatierung (`PRINT USING` inklusive Feldüberlauf), breite Unicode-Zeichen (Doppelzellen, Umbruch am rechten Rand), Datum und Zeit sowie die Datei-E/A in allen drei Zugriffsarten erweitert werden. Dateiprogramme MUST in einem temporären Arbeitsverzeichnis laufen und dürfen keine Artefakte im Projektbaum hinterlassen. #### Scenario: Bildschirmsteuerung als Korpustest - **WHEN** die Testsuite läuft - **THEN** existiert ein Korpusprogramm, das mit `LOCATE` und `COLOR` an definierten Positionen ausgibt, und sein Snapshot entspricht der Sollausgabe #### Scenario: Datei-Korpustest hinterlässt nichts - **WHEN** ein Datei-E/A-Korpusprogramm gelaufen ist - **THEN** ist das Arbeitsverzeichnis wieder entfernt und der Projektbaum unverändert ### Requirement: Nachweis der Größenunabhängigkeit Die Bildschirmgröße des Test-Hosts SHALL je Korpusprogramm explizit festgelegt und in der Sollausgabe vermerkt sein; ein Vorgabewert MUST NOT stillschweigend gelten. Mindestens ein Korpusprogramm SHALL bei zwei verschiedenen Bildschirmgrößen laufen und je Größe eine eigene Sollausgabe besitzen, um nachzuweisen, dass Löschen, Umbruch, Scrollen und Cursorgrenzen der jeweiligen Größe folgen. Mindestens ein Korpusprogramm SHALL eine Größenänderung während der Ausführung durchlaufen und danach die neuen Grenzen ausnutzen. #### Scenario: Gleiches Programm bei zwei Größen - **WHEN** dasselbe Bildschirm-Korpusprogramm bei 80×25 und bei 120×40 läuft - **THEN** stimmt jede Ausgabe mit der Sollausgabe ihrer Größe überein und die Sollausgaben unterscheiden sich in Umbruch- und Scrollverhalten #### Scenario: Größenänderung mitten im Programm - **WHEN** der Test-Host während der Ausführung von 80×25 auf 120×40 wechselt - **THEN** bleibt der bisherige Inhalt oben links erhalten und die anschließende Ausgabe nutzt die neuen Grenzen ## MODIFIED Requirements ### Requirement: Korpusdateien mit byte-genauer Sollausgabe Jedes Korpusprogramm `tests/compat/.bas` SHALL eine `.out` mit dem exakten Sollzustand des Bildschirms besitzen (UTF-8, LF-Zeilenenden). Die Sollausgabe SHALL den Zellenpuffer als Textbild abbilden, getrimmt bis zur letzten belegten Zeile und Spalte; nachgestellte Leerzeichen innerhalb einer Zeile sind signifikant — `PRINT` gibt Zahlen mit führendem Vorzeichen-/Leerzeichen und nachgestelltem Leerzeichen aus. Verwendet ein Programm `COLOR`, SHALL die Sollausgabe zusätzlich eine Attributebene gleicher Abmessung enthalten; ohne `COLOR` MUST sie entfallen. `.gitattributes` MUST die `.out`-Dateien vor Zeilenenden-Konvertierung schützen. #### Scenario: Zahlformatierung in der Sollausgabe - **WHEN** ein Korpusprogramm `PRINT 1; 2; 3` enthält - **THEN** lautet die Sollzeile ` 1 2 3 ` (mit nachgestelltem Leerzeichen) #### Scenario: Getrimmter Snapshot - **WHEN** ein Korpusprogramm nur zwei Zeilen ausgibt - **THEN** umfasst die Sollausgabe genau diese zwei Zeilen und keine leeren Folgezeilen #### Scenario: Attributebene nur bei COLOR - **WHEN** ein Korpusprogramm ohne `COLOR` läuft - **THEN** enthält seine `.out` keine Attributebene ### Requirement: Laufzeitvergleich über den Korpus Ein automatischer Test SHALL jede Korpusdatei `tests/compat/*.bas` kompilieren, über die VM mit einem Host ohne Terminal ausführen und den resultierenden Bildschirmzustand gegen die zugehörige `.out`-Datei vergleichen — getrimmt, mit signifikanten Leerzeichen innerhalb der Zeilen und, sofern vorhanden, einschließlich der Attributebene. Bei Abweichung MUST der Test Datei, erste abweichende Zeile sowie Soll und Ist nennen; weicht nur die Attributebene ab, MUST er Zeile, Spalte, Soll- und Ist-Attribut nennen. #### Scenario: Korpus läuft mit korrekter Ausgabe - **WHEN** die Laufzeit-Testsuite läuft - **THEN** stimmt der Bildschirmzustand jeder Korpusdatei mit ihrer `.out` überein #### Scenario: Abweichung wird benannt - **WHEN** ein Korpusprogramm eine abweichende Ausgabe erzeugt - **THEN** schlägt der Test fehl und nennt Datei, Zeilennummer, Soll- und Ist-Zeile #### Scenario: Abweichendes Farbattribut - **WHEN** ein Korpusprogramm dasselbe Textbild, aber ein abweichendes Attribut erzeugt - **THEN** schlägt der Test fehl und nennt Zeile, Spalte, Soll- und Ist-Attribut