# Terminal Basic Eine plattformübergreifende **Re-Imagination** des letzten großen BASIC-Dialekts für DOS (1992) — Sprache, Laufzeitbibliothek, Forms-Engine und IDE — in Rust, mit [Ratatui](https://ratatui.rs) als Terminal-UI-Schicht. > Dieses Projekt ist eine unabhängige Neuentwicklung und steht in keiner > Verbindung zu Microsoft. Produktnamen Dritter werden bewusst nicht verwendet. ## Leitbild Terminal Basic ist keine sklavische 1:1-Reimplementierung, sondern eine spirituelle Neuauflage: ein BASIC, mit dem man heute **Terminal-Tools baut** — CLI-Werkzeuge ebenso wie TUI-Anwendungen. Der Weg dorthin: 1. **Erst die Re-Imagination:** gleiche UI/UX wie das Vorbild, gleicher Sprachstandard, gleiche Standardbibliothek. Wer das Vorbild kannte, fühlt sich sofort zu Hause; bestehende Programme laufen weitgehend unverändert. 2. **Dann die Anreicherung:** über die Zeit kommen bewusst Elemente außerhalb des Vorbilds dazu (moderne Terminal-Fähigkeiten, Sprachkomfort, Bibliotheken). Erweiterungen sind additiv und brechen den Kernstandard nicht. Wo Alt und Neu kollidieren, gewinnt die Plattform von heute — deshalb z. B. durchgängig UTF-8 statt Codepage 437 und keine Emulation von DOS-Hardware. ## Ziele - **Volle Sprachkompatibilität**: alle Sprachelemente des Dialekts — Prozeduren (`SUB`/`FUNCTION`), benutzerdefinierte Typen, `GOSUB`, `ON ERROR`/`RESUME`, Typ-Suffixe, feste und dynamische Arrays, `PRINT USING`, `DATA`/`READ` usw. - **Volle Library-Kompatibilität für die DOS-Oberflächenprogrammierung**: die ereignisgesteuerte Forms-Engine mit allen Steuerelementen, Menüs, Maus- und Tastaturereignissen, nachgebildet auf einem emulierten Textbildschirm (16 Farben) über Ratatui. Bewusste Modernisierungen: durchgängig UTF-8/Unicode statt Codepage 437, und **dynamische Terminalgröße** statt festem 80×25 — IDE und erzeugte Programme passen sich der Fenstergröße an (Mindestgröße 80×25; darunter erscheint nur ein Hinweis, wie bei btop). - **Plattformübergreifend**: läuft in Terminals unter Linux, macOS und Windows. - **Compiler + VM**: der Compiler erzeugt Bytecode für eine eigene virtuelle Maschine (TBVM); die Abwägung der Runtime-Optionen ist in [PLAN.md](PLAN.md) dokumentiert. - **IDE im Terminal**: Nachbildung der klassischen DOS-IDE mit Editor, Formular-Designer, Direktfenster und Debugger. ## Aufbau des Workspace | Crate | Inhalt | |---|---| | `tb-frontend` | Lexer, Parser, AST, semantische Analyse | | `tb-vm` | Bytecode-Format, Codegenerator, virtuelle Maschine (TBVM) | | `tb-runtime` | Laufzeitbibliothek: Strings, Mathematik, Datei-E/A, Datum/Zeit, Fehlercodes | | `tb-ui` | Textbildschirm-Emulation und Forms-Engine auf Ratatui | | `tb-cli` | `tbc`: Standalone-Compiler — wandelt Quellen und Projekte in binäre Ergebnisse um | | `tb-ide` | `tb`: die integrierte Entwicklungsumgebung (TUI) zum Erstellen von Programmen | ## Status Projektrahmen. Die Implementierungs- und Explorationsschritte sind in [PLAN.md](PLAN.md) beschrieben; dort wird der Fortschritt fortgeschrieben. ## Bauen ``` cargo build cargo run -p tb-cli # tbc — Standalone-Compiler cargo run -p tb-ide # tb — IDE (TUI) ``` Benötigt wird nur eine aktuelle stabile Rust-Toolchain. ## Lizenz MIT — siehe [LICENSE](LICENSE).